Greenpeace: Schüssel sabotiert den langfristigen Klimaschutz in der EU

Österreich braucht nationale Klimaschutzziele bis 2020 und 2050

Wien/Brüssel. (OTS) - Greenpeace kritisiert Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wegen seiner Sabotage des langfristigen Klimaschutzes auf dem heutigen EU-Gipfel. "Durch Österreichs Blockadehaltung wurde ein langfristiger Klimaschutz in der EU verhindert", klagt Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer den Bundeskanzler an. Greenpeace betont, dass gerade die Wirtschaft langfristige Klimaschutzziele für die Investitionssicherheit benötigt. Deswegen fordert Greenpeace neue nationale Klimaschutzziele für Österreich. Bis 2020 sollen 30 Prozent der Treibhausgase und bis 2050 80 Prozent reduziert werden. "Wir erwarten und erhoffen uns hier Unterstützung von den Gemeinden, Ländern und von allen im Parlament vertretenen Parteien für dieses wichtige Umweltschutzanliegen", appelliert Mayer an eine einheitliche Position Österreichs im Klimaschutz.

In Dänemark, Schweden, Deutschland, Flandern, den Niederlanden und Großbritannien gibt es bereits nationale Klimaschutzziele über 2010 hinaus. Laut Greenpeace ist speziell für die Erneuerung des europäischen Kraftwerkparks ein langfristiges Klimaschutzziel nötig. So überlegt z.B. der Energiekonzern EVN in Deutschland sich an der Errichtung eines Kohlekraftwerkes zu beteiligen. "Wenn es langfristige Klimaschutzziele gäbe, würden diese und vergleichbare Investitionsentscheidungen verstärkt für erneuerbare Energien und nicht für veraltete CO2-Technologien aus dem vergangenen Jahrhundert getätigt", klärt Mayer den Bundeskanzler auf. "Der Klimaschutz ist zu wichtig, um ihn einer Bundesregierung zu überlassen. Daher muss es nun eine Zusammenarbeit aller Gebietskörperschaften für gemeinsame und langfristige Klimaschutzziele geben", fordert Mayer.

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Mag. Erwin Mayer, Klimaexperte Greenpeace, tel. 0664-2700441

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