MA 22: Wien aktiv gegen Feinstaub

Studie des Umweltbundesamtes: Bedeutender Anteil der Versucher nicht hausgemacht

Wien (OTS) - Wien setzt konsequente Maßnahmen gegen Feinstaub, um die lokalen Verursacher zu reduzieren, wie etwa die Halbierung der Splittmenge durch die Winterdienstverordnung und forcierte Straßenreinigung. Eine Studie des Umweltbundesamtes belegt jedoch schwarz auf weiß, dass ein entscheidender Anteil der Feinstaubquellen nicht hausgemacht ist, sondern durch Ferneintrag (über 100 km) und regionale Emissionen verursacht wird. Im Untersuchungszeitraum Juni 1999 bis März 2004 war an den Tagen mit einer Belastung von ungefähr 50 Mikrogramm 40% der Feinstaubbelastung im städtischen Hintergrund dem Ferntransport zuzurechnen, 35 % regionalen Emissionen - davon 15 % aus Österreich und die restlichen 20% aus Tschechien, Ungarn und der Slowakei, 25 % der Emissionen stammen aus dem Ballungsgebiet Wien - so die Fakten aus der Studie des Umweltbundesamtes auf S. 23. Überhöhte Werte in Grünraumgebieten belegen zudem eindeutig, dass an diesen Tagen die Hintergrundbelastung durch Feinstaub auch in verkehrsarmen Gebieten hoch sein kann, ein Vergleich zwischen den Belastungskurven etwa von Wien und Illmitz im Naturschutzgebiet im Burgenland zeigen, dass an belasteten Tagen die Werte teilweise sehr ähnlich sind. Dies entspricht in der Folge auch den Ausführungen in der Studie des Umweltbundesamtes zum Ferntransport der Feinstaubquellen.

Wien hat schon durch den forcierten Ausbau der staubarmen Energieträger wie Fernwärme und Erdgas und die Umstellung der Busse der Wiener Linien auf Flüssiggas entscheidende Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung gesetzt und wird dies auch künftig forcieren. Doch der Feinstaub ist ein überregionales Problem, daher sind Maßnahmen auf Bundesebene wie etwa die Verpflichtung von Dieselpartikelfiltern überfällig. Zu den heutigen Ausführungen von Greenpeace zur Feinstaub-Belastung in der Lobau erläutert Günther Schermann , Experte des Luftgütemessnetzes der MA 22, Wiener Umweltschutzabteilung, dass Wien laut EU-Vorgaben Tagesmittelwerte veröffentlicht. Heute Vormittag war in der Lobau der Wert demnach unter 40 Mykrogramm, für die letzten 24 Stunden. Der Grenzwert für PM10 ist laut EU-Vorgaben nicht ein Kurzzeitwert, sondern eben ein Tagesmittelwert. (Schluss) urb

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