Van der Bellen: Blockade strenger EU-Klimaschutzziele ist Armutszeugnis für Österreich

Verbindung von Umweltschutz, Wachstum und Arbeitsplätzen wäre Gebot der Stunde gewesen

Wien (OTS) - "Die Blockade strenger EU-Klimaschutzziele durch Kanzler Schüssel und Außenministerin Plassnik ist eine Armutszeugnis für die österreichische Klima- und Umweltschutzpolitik", so der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen zu den Ergebnissen des EU-Gipfels. "Das ausgerechnet das ehemalige Umwelt-Vorreiterland Österreich gegen EU-Klimaschutzmaßnahmen Stellung bezieht, ist unverständlich und fahrlässig. Die Bundesregierung scheint bis heute nicht verstanden zu haben, das Klimaschutz nicht nur aus umweltpolitischen, sondern auch aus wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Gründen ein Gebot der Stunde ist. Gerade in den neuen EU-Erweiterungsländern oder Ländern wie China ist der Energie- und Klimaschutzbereich ein gewaltiger Wachstumsmarkt. Für österreichische Unternehmen gäbe es hier großen Chancen. Die ÖVP-FPÖ-Regierung scheint dies bis heute nicht begriffen zu haben", so Van der Bellen.

Die nur von Österreich vertretene Variante, jegliche konkrete Reduktionsszenarien zu streichen, ist beim EU-Gipfel "erfreulicherweise gescheitert", so Van der Bellen. "Aber es bleibt die internationale Blamage, dass Österreich erstmals seit seinem EU-Beitritt Umweltziele zu Fall bringt. Gerade angesichts der dramatischen Arbeitslosigkeit und der EU-Debatte über Wachstum und Beschäftigung hätte Österreich die Verbindung von Umweltschutz, Klimaschutz und Beschäftigung einbringen können. Die EU-Kommission selbst schätzt in einer Studie von 1999 das Arbeitsplatzpotential von Klimaschutzmaßnahmen EU-weit auf 900.000 Arbeitsplätze", so Van der Bellen.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003