SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: Gemeinsame Kraftanstrengung für mehr Jugendbeschäftigung erforderlich

SP-Vorschläge für Jugendausbildung von ÖVP/Grün im LT-Ausschuss abgelehnt

Linz (OTS) - "Ein landesweites Anliegen wie die Verbesserung der Jugendbeschäftigung erfordert auch eine geschlossene landespolitische Vorgehensweise. Es ist daher der falsche Weg wenn SP-Anträge für ein ‚Ausbildungsmodell für Jugendliche' sowie ein ‚FacharbeiterInnenausbildungsprogramm' von Schwarz-Grün einfach abgelehnt werden", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Unbestritten sei, dass die Jugendarbeitslosigkeit steige und ein Mangel an Lehrplätzen bestehe. "Die SPÖ tritt dafür ein, dass jeder Jugendliche eine Lehrstelle bekommt. Unser Ziel muss dabei sein, dass jeder Jugendliche eine Lehrstelle in dem Beruf bekommt, den er erlernen möchte und nicht mangels eines geeigneten Ausbildungsplatzes einen Beruf erlernen muss, an dem er kaum Interesse hat. Auch Schüler können ihren Schultyp weitgehend frei wählen". Laut aktuellen Untersuchungen sind drei Jahre nach Lehrabschluss nur mehr 50 Prozent in ihrem Fachbereich tätig. "Dieser Entwicklung will die SPÖ mit einem Ausbildungsmodell für Jugendliche mit umfassenden Verbesserungen gegensteuern. Leider haben sowohl ÖVP als auch Grüne praktisch diskussionslos den SP-Initiativantrag niedergestimmt", stellt Frais bedauernd fest.

Nach wie vor sei die SPÖ bei wirkungsvollen Maßnahmen zur Jugendbeschäftigung und Jugendausbildung zur Zusammenarbeit mit Schwarzgrün bereit, betont der SP-Klubobmann. "Die SPÖ sieht die Notwendigkeit für Hilfestellungen und Steuerungsmaßnahmen am Arbeitsmarkt und versucht daher genau dort einzugreifen, wo Bedarf gegeben ist. Aktuell ist das - neben der Jugendbeschäftigung - vor allem bei der FacharbeiterInnenausbildung der Fall, um diesen Menschen bessere Arbeitsplatzchancen zu bieten und einem drohenden Facharbeitermangel in den kommenden Jahren vorzubeugen. Auch wenn Schwarzgrün die notwendigen Arbeitsmarktinitiativen der SPÖ bislang abgelehnt hat, sind wir im Interesse der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Oberösterreich nach wie vor zur Zusammenarbeit bereit. Gerade bei so wichtigen Themen wie Sicherung qualitativer Arbeitsplätze und aktive Arbeitsmarktpolitik ist eine geschlossene landespolitische Vorgangsweise anzustreben", so Frais.

Statistiken und Zahlen würden der steigenden Zahl an Arbeitslosen in Oberösterreich nicht weiterhelfen, ist Frais überzeugt. "Auch wenn Oberösterreich im österreichweiten Vergleich nicht schlecht liegt, muss es das Ziel aller Parteien sein, die Arbeitslosenzahlen in Oberösterreich - vor allem bei den Jugendlichen und Frauen - zu senken. Jede statistische Beschönigungsaktion lenkt nur von den erforderlichen Problemlösungen ab", so der SP-Klubchef.

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