ÖAMTC ist skeptisch gegenüber Tempolimit auf der Tauern Autobahn

Pauschale Tempobeschränkung löst das Stickoxid-Problem nicht

Wien (ÖAMTC-Presse) - Dieser Tage endet die Begutachtungsfrist zur angedachten Tempobeschränkung auf 100 km/h auf der Tauern Autobahn (A 10) zwischen der Stadt Salzburg und dem Hiefler Tunnel. "Der ÖAMTC hegt größte Skepsis gegenüber einer pauschalen Geschwindigkeitsbeschränkung, weil das vorliegende Problem der erhöhten Stickoxid-Messwerte entlang der Autobahn dadurch voraussichtlich nicht gelöst wird", sagt Club-Jurist Martin Hoffer. "Es ist nicht erwiesen, ob diese Schadstoffe überwiegend aus dem Pkw-Verkehr stammen. Völlig unverständlich ist, warum auch Benziner mit Kat und Dieselfahrzeuge mit dem Denox-Kat von der Maßnahme betroffen sein sollen."

Der ÖAMTC schlägt stattdessen vor, einen zeitlich befristeten Versuch auf wissenschaftlicher Basis durchzuführen, um die Wirksamkeit einer Temporeduktion zu prüfen. "Dabei soll festgestellt werden, ob Tempo 100 die Stickoxid-Werte an den Messstellen tatsächlich senkt. Der Umfang soll im Voraus definiert werden", erläutert Hoffer. Bei einem solchen Versuch müssen die Autofahrer klar auf die Versuchsbedingungen hingewiesen werden, damit möglichst viele daran teilnehmen und sich an die Tempobeschränkung halten. Wenn sich Beschränkungen tatsächlich als erforderlich herausstellen, sollten sie in Abhängigkeit von der konkreten Schadstoffbelastung durch telematische Wechselverkehrszeichen kundgemacht werden.

Der ÖAMTC lehnt eine einseitige, bloß auf den privaten Kfz-Verkehr eingeschränkte Maßname jedenfalls ab. "Eine Geschwindigkeitsbeschränkung soll daher jene Fahrzeuge betreffen, die für den erhöhten Stickoxid-Ausstoß verantwortlich sind. Das sind vor allem auch die Lkw, die vom Tempolimit aber derzeit nicht berührt sind", kritisiert Hoffer.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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