Sima/Jezik/Nehammer: "Freiwillig ohne Gentechnik"

Allianz der Stadt Wien mit der Wiener Landwirtschaftskammer und der LGV: Wiener Deklaration unterzeichnet

Wien (OTS) - "Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht auf gentechnikfreies Obst und Gemüse", sind sich Umweltstadträtin Ulli Sima, der Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer, Ökonomierat Wilhelm Jezik und Diplomkaufmann Karl Nehammer, Alleinvorstand der LGV Frischgemüse Wien, einig. Sie gaben daher heute den Startschuss für die Plattform "Freiwillig ohne Gentechnik" und unterzeichneten im Rahmen eines Pressegesprächs die "Wiener Deklaration".

In dieser bekennt sich das Bündnis wörtlich zum "Freiwilligen Verzicht auf den Einsatz von gentechnisch manipuliertem Saatgut und auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen für die Lebensmittelproduktion". In der Wiener Landwirtschaft sind rund 1.000 Mitglieder organisiert, alle Betriebe im Obst-, Gemüse-, Acker- und Weinanbau. In den kommenden Tagen werden sie brieflich kontaktiert und können die freiwillige Erklärung zum Verzicht auf Gentechnik unterschreiben und der Interessengemeinschaft beitreten. "Ich hoffe, dass möglichst viele Bäuerinnen und Bauern beitreten und die Deklaration unterschreiben", so Umweltstadträtin Sima.

"Nicht nur die KonsumentInnen, sondern auch die überwiegende Zahl der Bäuerinnen und Bauern lehnt die Gentechnik entschieden ab. Wir sind optimistisch, eine breite und starke Plattform bilden zu können", erklärt Umweltstadträtin Ulli Sima. Da es zur Zeit noch kein zugelassenes Saatgut für Gentech-Gemüse gibt, sind die Voraussetzungen ideal. Auf EU-Ebene jedoch geht die Entwicklung leider in die völlig falsche Richtung, die EU-Kommission öffnet der Gentech-Lobby Tür und Tor, es müssen daher auf nationaler Ebene Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, so Molekularbiologin Sima. Wien ist durch das Gentechnik-Vorsorgegesetz und die nun neue Plattform gut abgesichert, um Bäuerinnen, Bauern und KonsumentInnen vor der Gentechnik zu schützen.****

Gentechnikfreie Qualität aus Wien, auch in Zukunft

Eine Stärkung der Marktposition landwirtschaftlicher Lebensmittel aus Wien durch das Qualitätsmerkmal "Freiwillig ohne Gentechnik" erhoffen sich Wilhelm Jezik und Karl Nehammer. "Die hochqualitativen Produkte aus Wien erhalten ein zusätzliches Qualitätsmerkmal", betonen die zwei agrarischen Spitzenvertreter. "Wir bekennen uns gerne zu der Verantwortung gegenüber unseren Konsumentinnen und Konsumenten, die Anspruch auf natürlich gewachsene Lebensmittel aus landwirtschaftlichem Anbau haben. Der Anbau gentechnisch veränderter Sorten ist zur Zeit weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll." Immerhin sind die rund 1.000 landwirtschaftlichen Betriebe theoretisch in der Lage, die gesamte Wiener Bevölkerung auch unabhängig mit täglich frischem Obst und Gemüse zu versorgen.

Auch Kontrolle und Nachweis der Gentechnik-Freiheit werden gewährleistet sein. In der "Wiener Deklaration" bekennen sich landwirtschaftliche Betriebe zu der Bereitschaft, Rechnungen über eingekauftes Saatgut beziehungsweise Pflanzen offen zu legen. "Die Kontrolle erfolgt über jährliche Stichproben", erklären die Vertreterin und Vertreter der Interessengemeinschaft. "Ich freue mich über die Kooperation und hoffe auf reges Interesse bei den Bäuerinnen und Bauern", so Sima abschließend.
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