Am 22. März ist Weltwassertag

Berlin (OTS) - Über Wasser machen sich die meisten Deutschen keine Gedanken. Man dreht den Wasserhahn auf - fertig. Für viele Menschen ist das anders. Sie sind oft kilometerweit von der nächsten Wasserquelle entfernt, die Vorzüge von sauberem Trinkwasser oder gar von Dusche oder Wasserklosett kennen sie nur vom Hörensagen.Die Vereinten Nationen wollen diesen Missstand nicht hinnehmen und haben deshalb am heutigen 22. März den Weltwassertag ausgerufen. Dr. Uschi Eid, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, weiß, warum dieser Tag für viele Menschen so wichtig ist:

O-Ton 20 sec
"An diesem Tag will die internationale Staatengemeinschaft darauf hinweisen, dass es Länder gibt auf dieser Welt, wo die Wasserversorgung noch sehr sehr schlecht ist. Denn insgesamt gibt es über eine Milliarde Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, die doppelte Anzahl von Menschen haben keinen Zugang zu Abwasserentsorgung, zu sanitärer Basisversorgung, "

Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, die Wasserversorgung in Ländern zu verbessern, deren eigene Mittel dafür nicht reichen. Mit deutscher Hilfe werden viele erfolgreiche Projekte gestartet:

O-Ton 25 sec "Die Bundesregierung unterstützt 27 Länder schwerpunktmäßig in der Verbesserung der Wasserversorgung. Wir geben 350 Millionen Euro pro Jahr dafür aus, sind also in Europa der größte Geber auf dem Wassersektor. Wir unterstützen sehr unterschiedliche Bereiche, zum Beispiel in der ländlichen Wasserversorgung, aber auch die Sanierung von maroden Wasserleitungen, die es in kleineren oder größeren Städten gibt."

Aber was passiert konkret mit dem deutschen Geld? Die Parlamentarische Staatssekretärin gibt ein Beispiel:

O-Ton 20 sec "Mit deutscher Hilfe wurde zum Beispiel in einer jemenitischen Stadt mit dem Namen Taiz das Versorgungsnetz komplett modernisiert. Dort leben etwa eine halbe Million Menschen, und bisher versickerten 40 Prozent des Wassers, und dadurch, dass wir die maroden Leitungen rehabilitieren konnten, ist jetzt die Wasserversorgung ganz wesentlich verbessert."

In Taiz geht inzwischen kaum noch ein Tropfen Wasser in maroden Leitungen verloren, so dass auch die Landwirte, die viel Wasser für ihre Felder benötigen, eine Chance haben, von dem Ertrag ihres Bodens leben zu können. Und so ist Hilfe für Wasserprojekte letztendlich auch Hilfe zur Selbsthilfe. Wer mehr über den Weltwassertag und die Arbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.bmz.de informieren.

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Originaltext: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

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