Weltwassertag am 22. März 2005

Rotes Kreuz: Sicheres Trinkwasser ist ein Menschenrecht

Wien (Rotes Kreuz) - Für die Tsunami-Opfer konnten die Rotkreuz-Wassermacher gerade noch eine zweite Katastrophe verhindern. Rund 24 Stunden nach dem verheerenden Seebeben produzierten die ersten Aufbereitungsanlagen bereits sauberes Wasser - denn in allen Katastrophen ist Trinkwasser immer das Notfallmedikament Nummer eins und daher hat der Einsatz von Wasser-Spezialisten stets Priorität. Inzwischen versorgen die Rotkreuz-Experten täglich rund eine halbe Million Menschen im Katastrophengebiet mit Trinkwasser. Einsatzleiter Werner Meisinger ist mit dem dritten Wasserteam aus Österreich in Indonesien. Seit fünf Wochen ist der Vorarlberger mit seinem achtköpfigen Team in Banda Aceh im Einsatz. "Immer wieder entdecken wir wilde Camps, zumeist in den Hügeln gelegene Zeltdörfer, mit leeren Wassertanks", schildert Meisinger die Situation.

Trinkwasser ist ein Hauptthema in der langfristigen Rotkreuz-Hilfe. Bis 2010 wird die Hilfsorganisation etwa 260 Mio. Euro für Wasserprojekte in den vom Tsunami betroffenen Staaten ausgeben. "Unser Ziel ist es, die Selbsthilfe-Kapazitäten in diesen Regionen zu stärken und Wasserquellen auch vor künftigen Katastrophen zu schützen", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Zugang zu sicherem Trinkwasser ist ein Menschenrecht, das immer noch 1,1 Milliarden Menschen verwehrt ist."

Deshalb konzentriert sich das Österreichische Rote Kreuz in seiner internationalen Hilfe vor allem auf Wasserprojekte. In der Tsunami-Region, aber auch im Sudan, in Mosambik oder in Kambodscha arbeiten die Wassertechniker aus Österreich. "Um diese wertvolle und nachhaltige Hilfe aufrecht erhalten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen", unterstreicht Kopetzky. Daher werden die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Franz Welser-Möst am 22. April 2005, ein Benefiz-Konzert geben. Denn am Weltwassertag feiert auch das Österreichische Rote Kreuz seinen 125. Geburtstag. Und alle Einnahmen dieses besonderen Konzert-Ereignisses werden die angesprochenen Trinkwasser-Projekte unterstützen: von Soforthilfe-Maßnahmen, wie die Entsendung von Katastrophenhilfe-Experten mit Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen, bis zu Brunnenbauten in Afrika und Asien.

Und natürlich steht auch die diesjährige Katastrophenhilfekampagne des Österreichischen Roten Kreuzes im Zeichen des Wassers. Protagonist der Kampagne ist der Schauspieler Harald Krassnitzer, der sich erst im Februar auf einer Reise durch Äthiopien von der Überlebens-Wichtigkeit von Wasserprojekten überzeugt hat und sich sofort kostenlos für das Rote Kreuz engagiert. In TV-Spots, Inseraten und Citylight-Plakaten zeigt der Schauspieler die notwendige Hilfe des Roten Kreuzes auf.

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