"Neues Volksblatt" Kommentar: "Konkurrenz" (Von Markus Ebert)

Ausgabe vom 21. März 2005

Linz (OTS) - =

Normalerweise regt die Kandidatur der KPÖ bei Wahlen
niemanden auf. Bloß auf 0,56 Prozent brachten es die Kommunisten bei der Nationalratswahl 2002, das entspricht 27.568 Stimmen.
In der Steiermark freilich gehen die Uhren in Sachen KPÖ ein wenig anders. Seit die Kommunisten in Graz bei der Gemeinderatswahl vor zwei Jahren mehr als 20 Prozent erreichten, sind sie zumindest regional eine nicht zu übersehende Größe. Der für den Grazer Erfolg maßgeblich verantwortliche Ernest Kaltenegger geht jetzt auch als Spitzenkandidat in die heurige Landtagswahl. Und das, so zeigten schon die ersten Reaktione, schmeckt der SPÖ und den Grünen gar nicht. Sofort schossen sie sich auf Kaltenegger ein, weil der für den Fall des Einzuges in den Landtag auch Grazer Stadtrat bleiben möchte. Die Grünen nannten das eine "Drohung", die SPÖ ortet ein "hässliches Täuschungsmanöver". Dass Kaltenegger über Graz tatsächlich so ein Zugpferd ist, dass die KPÖ markant zulegen kann, bleibt mehr als abzuwarten. Aber SPÖ und Grüne wissen, dass jede Stimme für den roten Konkurrenten eine verlorene für sie ist.

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