250 Künstler im Einsatz für das Leben

Akademischer Orchesterverein in Wien unterstützt Caritas-Hospizdienste

Wien (OTS) - Unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer erlebten gestern Samstag über 1500 Konzertbesucher, darunter auch Bundesministerin Maria Rauch-Kallat, Verdis Requiem im ausverkauften Großen Musikvereinssaal in Wien. Mit dem Akademischen Orchesterverein in Wien unter Christian Birnbaum, der Chorvereinigung Schola Cantorum, dem Consortium Musicum Alte Universität, der Mödlinger Singakademie und den Solisten Barbara Dobrzanska, Lorena Espina, Keith Ikaia-Purdy und Walter Fink stellten sich insgesamt 250 Musiker - großteils völlig unentgeltlich - in den Dienst der Caritas-Hospizidee. Caritaspräsident Franz Küberl und Caritasdirektor Michael Landau dankten den Initiatoren Brigitte und Peter Gassler für ihren "wichtigen Beitrag zu einer Kultur des Lebens".

Das Benefizkonzert sei, so Peter Gassler, Konzertmeister des Akademischen Orchestervereins, und Stimmführerin Brigitte Gassler "ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die täglich durch ihr persönliches Engagement Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt Zuwendung und Menschenwürde schenken."

Von der großen Bedeutung der Kunst an der Schwelle von Leben und Tod sprach Caritasdirektor Michael Landau: "Oft ist es die Kunst, die mit ihrer Sprache das 'Sein des Menschen' besonders spürbar macht, wenn er sich den letzten und entscheidenden Fragen nach dem Sinn des Lebens öffnet". Und er erinnert an Kardinal Franz König: "Menschen sollen an der Hand eines anderen Menschen sterben und nicht durch die Hand eines anderen Menschen. Da ist viel geschehen, da bleibt aber auch noch viel zu tun."

Caritaspräsident Franz Küberl betonte die Bedeutung der Hospizarbeit, die die 750 Caritas-Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Österreich täglich leisten: "In der letzten Lebensphase, in der man den Eindruck haben könnte, es gebe keine Zeit mehr, sorgen sie einfühlsam für eine Entschleunigung der Zeit. Sie zeigen durch ihr Engagement, dass man die Zeit im guten Sinne des Wortes anhalten kann."

Bundespräsident Heinz Fischer würdigte in seiner Grußbotschaft das Engagement der Hospizbetreuerinnen und -betreuer der Caritas und anderer österreichischer Hilfsorganisationen. "Die einfühlsame Begleitung von Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt ist wohl einer der wesentlichsten Beiträge zu einem menschenwürdigen Dasein."

Das Benefizkonzert wurde von der Erste Bank und PORR unterstützt. "Als Hauptsponsor dieses Abends", so Wolfgang Traindl, Leiter Privat Banking, "fügt die Erste Bank ihrer Unterstützung der Caritas-Arbeit eine neue Facette hinzu." Im Sinne des Unternehmens-Leitsatzes: "In jeder Beziehung zählen die Menschen".

Die Hospizdienste der Caritas ermöglichen unheilbar kranken Menschen, ihre letzte Lebensphase in Würde leben zu können. Der Schwerpunkt der Caritas-Hospizarbeit liegt auf den mobilen Hospizdiensten. Allein in Wien betreut ein multiprofessionelles Palliativteam aus ÄrztInnen, DiplomkrankenpflegerInnen, Seelsorgern und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen fast jeden zweiten Hospizpatienten. Ergänzend zu diesem Mobilen Angebot wird in Wien zusätzlich ein Tageshospiz angeboten. Mobile Hospizteams mit geschulten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und hauptamtliche KoordinatorInnen begleiten Betroffene beispielsweise in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. In Innsbruck bietet ein stationäres Hospiz schwer kranken und sterbenden Menschen Hilfe. Die Hospizdienste der Caritas sind für Kranke und Angehörige kostenlos und auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto: Caritas "Hospiz", Erste Bank, 20111, Kto-Nr. 012-34560

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Mag. Barbara Morawetz
Caritas der Erzdiözese Wien
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