Leopoldstädter Grüne stimmen gegen den Schulstandort Leopoldsgasse

Schule wird durch mehrheitlichen Beschluss als Sonderpädagogisches Zentrum mit der Option auf Integrationsklassen weiter geführt

Wien (SPW-K) - "Es hat schlicht zu wenig Anmeldungen gegeben, um
im kommenden Schuljahr eine erste Klasse in der Volksschule Leopoldsgasse einrichten zu können", stellt der Leopoldstädter Gemeinderat Karlheinz Hora fest. "Hätten die von den Grünen genannten 26 Eltern ihre Kinder verbindlich für diese Schule angemeldet, hätte es eine erste Klasse gegeben. Fakt sei jedenfalls, der Schulstandort Leopoldsgasse bleibt als Sonderpädagogisches Zentrum (SPZ) mit der Option auf Integrationsklassen erhalten. "Das wollen aber die Grünen nicht - sie haben als einzige Fraktion einem entsprechenden Antrag nicht zugestimmt", sagt GR Hora.

Wie immer haben die Grünen ihre Hausaufgabe nicht gemacht, sonst hätten diese auch festgestellt, dass die Zahl der Erstklassler in der Leopoldstadt rückläufig ist. "Es gibt lediglich zwei erste Klassen in der Volksschule, die der Leopoldsgasse - 500m entfernt - am nächsten liegen", erklärt Karlheinz Hora.

Den anderen Argumenten der Grünen, die für Hora in die Kategorie Wahlkampfgeplänkel fallen, kann der SPÖ-Abgeordnete nichts abgewinnen: das SPZ Schwarzingergasse auf das Nordbahnhofgelände zu verlegen sei schlicht Schwachsinn. "Die Leopoldsgasse ist nur wenige Meter von dem jetzigen Standort entfernt. Menschen mit besonderen Bedürfnissen kann man nicht quer durch den Bezirk schicken, wie es die Grünen wollen".

Möglicherweise sei das grüne Engagement für die Volksschule Leopoldsgasse aber viel einfacher zu erklären, meint Hora: "Ein grüner Bezirksrat will sein Kind in genau diese Schule schicken. Er hat es offenbar gut verstanden, die Leopoldstädter Grünen vor seinen Karren zu spannen". Im übrigen ist dies wieder ein guten Beispiel, dass bei den Grünen nur das persönliche Interesse zählt. Die Kinder der anderen Schule müssten, dann in die Leopoldsgasse gehen, aber dort gibt es kein Kind eines grünen Bezirksrates, daher keine Interesse der Bezirksgrünen. Im übrigen, wenn es ausreichend Anmeldungen für eine Integrationsklasse gibt, könne der Herr Bezirksrat ja auch sein Kind in die Leopoldsgasse schicken, rät Hora. Aber auch für so eine Klasse gab es zuletzt zu wenig Interessenten. Noch eine kleine Nachhilfe für die Grüne Fraktion: die Festsetzung der Klassenschülerhöchstzahl liegt in Bundeskompetenz. (Schluss)

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