Wiener Grüne: Feinstaubbelastung ist hausgemacht

Maresch: "Maßnahmen in Wien längst überfällig"

Wien (OTS) - Die Gesundheitsgefahren durch den Feinstaub in Wien sind hausgemacht, das zeigt die aktuelle "Statuserhebung PM10". Grenzwertüber- schreitungen werden vor allem durch lokale, Wiener Quellen verursacht. Die meisten Grenzwertüberschreitungen wurden an der Station gemessen, die nahe an der Südosttangente liegt.

"Das Argument von Umweltstadträtin Ulli Sima, dass der Feinstaub vor allem aus dem Ausland kommt, ist damit hinfällig", stellt der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch fest.

Die jetzige Statuserhebung, die die Grundlage für einen Maßnahmenplan zur Reduktion der Feinstaubemmissionen bildet, hätte schon vor vielen Monaten vorgelegt werden müssen. Wien ist hier, wie viele andere Bundesländer, säumig. Auch Umweltstadträtin Sima setzte bisher keine Maßnahmen, um die gesundheitsbelastenden Feinstaubemissionen zu reduzieren. Neuesten Berechnungen zufolge sterben jährlich 2.400 Menschen in Österreich durch Feinstaubemissionen aus dem Straßenverkehr und weitere 45.000 Asthmaanfälle werden dadurch verursacht.

Anders als in Wien wurden in anderen österreichischen und europäischen Städten Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung getroffen. Im wesentlichen sind dies Verkehrsbeschränkungen. "Sima, Häupl und Co der Wiener Stadtregierung sind aber offensichtlich nicht bereit, die Wiener Bevölkerung vor den immensen Feinstaubbelastungen zu schützen", so Maresch. Vielmehr werden durch den Bau der Lobauautobahn und der Müllverbrennungsanlage Pfaffenau weitere große Luftverschmutzer gebaut. "Und so erinnert die derzeitige Diskussion leider fatal an die Ozondiskussion. Auch hier argumentiert die Wiener Stadtregierung mit "dem Ausland" und hat selbst bisher keine Maßnahmen an Angriff genommen", so Maresch abschließend.

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