Verkehrssicherheit junger Menschen in Vorarlberg

"Mobilitätspreis Vorarlberg" sucht Projekte zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Bregenz (VLK) - Jugendliche haben das höchste Risiko bei einem Verkehrsunfall zu verunglücken, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Jeder vierte Verkehrstote in Vorarlberg ist zwischen 15 und 24 Jahre jung, jedes Jahr werden rund 700 Jugendliche bei Verkehrsunfällen in Vorarlberg verletzt. Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass Jugendliche mit Bus und Bahn mit Abstand am sichersten unterwegs sind. Deshalb haben Verkehrslandesrat Manfred Rein, VCÖ und Postbus gemeinsam den Mobilitätspreis Vorarlberg "jung.sicher.ökomobil!" gestartet. "Bei diesem Wettbewerb werden Projekte und Ideen gesucht, die die Verkehrssicherheit für junge Menschen in Vorarlberg erhöhen", so Rein.

Der VCÖ hat für die Jahre 2001 bis 2003 analysiert, mit welchen Verkehrsmitteln die Verunglückten unterwegs waren. Insgesamt kamen in diesen drei Jahren 16 junge Menschen ums Leben, 14 davon - also 88 Prozent - waren mit dem Pkw unterwegs. Zwei Jugendliche verunglückten mit Motorrad bzw. Moped tödlich. Kein einziger Jugendlicher ist in Vorarlberg in diesem Zeitraum in Öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad tödlich verunglückt. Auch bei den Verletzten entfällt der größte Anteil (53 Prozent) auf Pkw-Insassen, weitere 27 Prozent waren mit dem Moped unterwegs.

"Dieses Ergebnis zeigt, dass Jugendliche das höchste Unfallrisiko haben, wenn sie mit dem Auto oder mit dem Moped unterwegs sind. Am sichersten sind sie mit Bus und Bahn unterwegs", stellt VCÖ-Experte Wolfgang Rauh fest. Die ÖBB-Postbus GmbH hat sich deshalb als logischer Partner des Mobilitätspreises zur Verfügung gestellt, informierte deren Vertreter Hans Kapferer.

Mobilitätspreis Vorarlberg "jung.sicher.ökomobil!"

Es gibt bereits etliche gute Projekte, die zu mehr Verkehrssicherheit von Jugendlichen führen. Landesrat Rein nannte einige davon: Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen, Fahrrad-und Mofaprüfung, das Projekt "Kindergendarmerie" oder das Mobilitätsmanagement an Schulen. Noch mehr gute Ideen warten aber auf ihre Umsetzung. Deshalb starten Landesrat Manfred Rein, VCÖ und Postbus nun erstmals den Mobilitätspreis Vorarlberg "jung.sicher.ökomobil!", um damit die besten der praxiserprobten Lösungen und die besten Ideen auszeichnen. Rein: "Mit der Nachahmung erfolgreicher Projekte können Unfälle und damit Verletzte und Todesopfer vermieden werden".

Bis Donnerstag, 30. Juni 2005 können Gemeinden, Organisationen, Betrieben, Unternehmen, Vereine oder Schulen Projekte einreichen. Auch Privatpersonen sowie Schülerinnen und Schüler können mit Ideen und Konzepten beim Mobilitätspreis Vorarlberg teilnehmen.

Beispiele für einreichbare Projekte:
- Maßnahmen von Gemeinden und Städten, damit Jugendliche ihr Ziel sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können.
- Organisatoren von Veranstaltungen (Konzerte, Messen, Festivals usw.) fördern die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
- In Fahrschulen angebotene Schwerpunkte zu Verkehrssicherheit und spritsparendem Fahrstil.
- Schulen fördern durch die Gestaltung der Schulwege eine sichere und selbständige Mobilität.

Die besten Projekte werden mit einer wertvollen Trophäe ausgezeichnet und bekommen bei der bundesweiten Ausscheidung die Chance, zum besten Projekt Österreichs gekürt zu werden.

Die Einreichunterlagen sind direkt im Internet auf www.vcoe.at erhältlich oder können beim VCÖ telefonisch (01/893 26 97) oder per E-Mail (vcoe@vcoe.at) angefordert werden. Die Projekte werden von einer unabhängigen Jury mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bewertet.

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