Bundesimmobiliengesellschaft und Beamtenbesoldung lösen bei Rektoren Unmut aus

Wien (OTS) - Für die Universitäten als Mieter von ehemaligen Bundesgebäuden zeigen sich immer deutlicher die Nachteile der Ausgliederung der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG): Die Österreichische Rektorenkonferenz (ÖRK) hat in ihrer Plenarsitzung am Dienstag festgehalten, dass die BIG als Vermieter offenbar unter großem politischen Druck steht, Gewinne abzuführen und damit ihrer Aufgabe, Bundesimmobilien zu erhalten, nicht voll gerecht werden kann. Die Einhebung der Mieten für Universitätsgebäude geht zu Lasten des Wissenschaftsbudgets. Die daraus resultierende Ergebnissituation für die BIG wird allerdings nicht im ausreichendem Maße für die dringend notwendige Sanierung von Universitätsgebäuden verwendet, sondern in einem hohen Ausmaß vom Finanzminister für das Gesamtbudget abgeschöpft. Dies kommt per saldo einer "Ressortbesteuerung" gleich, was in der Rektorenkonferenz für ein hohes Maß an Unmut sorgt.

Auch die Vorhaben des Bundes für eine neue Beamtenbesoldung zeigen eine unbefriedigende Entwicklung: Rechtslage und Haltung der zuständigen Ressorts zwingen die Universitäten dazu, die Gehälter der von ihnen beschäftigten Bundesbeamten über Systeme abzuwickeln, die von der Personalverwaltung ihrer Angestellten völlig getrennt sind. Dies führt zu Doppelgleisigkeiten und damit zu einer ineffizienten Personalverwaltung. Um die Vorgaben des Bundes erfüllen zu können, würden die Universitäten rund 50 zusätzliche Stellen benötigen. Die Universitäten drängen daher darauf, ihnen so rasch wie möglich die Abrechnung über ihre eigenen Systeme zu ermöglichen, mit denen bereits seit Anfang 2004 bzw. seit Anfang 2005 gearbeitet wird.

Univ.-Prof. Dr. Georg Winckler
Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz

Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner
Vizepräsident der Österreichischen Rektorenkonferenz

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