Vladyka: Kampf gegen den Drogenmissbrauch muss verstärkt werden

Sicherheit, Prävention und Beratung müssen im Vordergrund stehen

St. Pölten (SPI) - "In den letzten Wochen und Monaten wurde unser Land immer wieder von Meldungen erschüttert, dass junge Menschen an einer Überdosis Drogen gestorben sind! Wir müssen erkennen, dass Drogen nicht länger ein Problem des Wiener Umlandes sind, sondern dass sich der Drogenmissbrauch auch auf den gesamten ländlichen Raum ausgeweitet hat. Wir müssen daher verstärkt Maßnahmen setzen! Die Verbesserung der Sicherheit durch eine massive Aufstockung des Personalstandes bei der Exekutive, der Ausbau der Präventionsmaßnahmen und verstärkte Beratung sind die Grundpfeiler einer effektiven Bekämpfung des Drogenmissbrauchs", umreißt die Sozialsprecherin der SPNÖ, LAbg. Christa Vladyka, die geforderten Maßnahmen. "In den letzten Jahren wurde durch die ständigen Einsparungen bei der Exekutive die Sicherheit für die Menschen im Land gefährdet. Auch die Videoüberwachung kann hier keine wesentlichen Verbesserungen bringen, weil die BeamtInnen zur Verfolgung der Dealer fehlen! Ebenso verhält es sich mit den Schutzzonen: Zwar sind Schutzzonen prinzipiell zu begrüßen, aber das Ziel muss sein, nicht nur einzelne Objekte zu schützen, sondern ganz Niederösterreich zu einer Schutzzone zu machen. Alles andere hieße praktisch vor der organisierten Kriminalität zu kapitulieren", so Vladyka weiter.****

Mehr Augenmerk muss auch auf die Prävention gelegt werden. "Laut Expertenschätzungen werden zwei Drittel der finanziellen Mittel für die Strafverfolgung, aber nur ein Drittel für die Prävention im Drogenbereich ausgegeben. Hier muss dringend gegengesteuert werden, mehr finanzielle Mittel für die Prävention und die schulische und außerschulische Jugendarbeit sind der einzige wirklich sinnvolle Weg im Kampf gegen Drogen. Auch die finanziellen Mittel für Streetworkerprojekte reichen derzeit nicht für eine flächendeckende Betreuung aus" so Vladyka weiter. "Ebenso wie der Ausbau der Jugendarbeit rasch erfolgen muss, ist auch der Ausbau des ärztlichen und psychologischen Betreuungsnetzes und die Zurverfügungstellung jener Mittel, die zur Umsetzung des NÖ Suchtplans notwendig sind, dringend geboten", fordert Vladyka abschließend.
(Schuss) kr

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