Betandwin-Gründer kündigen in NEWS Rückzug aus Aufsichtsrat an

Harti Weirather, Carsten Koerl und Michael Tojner legen Mandate nieder. Insgesamt haben die Altaktionäre rund 100 Millionen Euro verdient.

Wien (OTS) - In Interviews für die morgen erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS kündigen drei Gründungsaktionäre des börsennotierten Online-Sportwettenanbieters Betandwin.com ihren Rückzug aus dem Aufsichtsrat an. Firmengründer Carsten Koerl, Vize-Aufsichtsratpräsident Michael Tojner (Global Equity Partners) und Vermarktungsprofi Harti Weirather (WWP) legen ihre Aufsichtsratsmandate nieder. Größter Aktionär mit rund zwölf Prozent Firmenanteilen und Aufsichtsratspräsident bleibt der Industrielle Hannes Androsch.

Die Gründe für den Rückzug, die alle drei Altaktionäre in NEWS nennen, sind unterschiedlich. Dass der Ausstieg etwas mit jener EU-Richtlinie zum Glücksspiel zu tun hat, die Anbietern wie Betandwin Schwierigkeiten machen könnte, dementieren alle drei. "Probleme mit gesetzlichen Rahmenbedingungen sind nichts Neues, die hat Betandwin immer bewältigt", erklärt Weirather im NEWS-Interview. Er ziehe sich zurück, weil er Betandwin international vermarkte und als Aufsichtsrat nicht Verträgen mit seiner eigenen Firma zustimmen könne, so Weirather in NEWS.

Für Tojner ist es "selbstverständlich", dass sich ein Venture Capital Fund nach einer gewissen Zeit aus einem erfolgreichen Investment verabschiede. "Unsere Kunden erwarten von uns Investments, die ihr Kapital kräftig vermehren. Genau das haben wir gemacht. Wenn ein Unternehmen groß geworden ist, suchen wir uns andere Firmen zum Großziehen", erläutert Tojner im NEWS-Interview. Koerl will sich in Hinkunft auf seine neue Firma "Betradar.com" konzentrieren. "Mit Betradar beobachten wir den gesamten Sportwettenmarkt und installieren jetzt nach dem Schiedsrichterskandal ein Frühwarnsystem für die deutsche Fußballliga. Da will ich völlig unabhängig und nicht im Aufsichtsrat eines Wettanbieters sein", erklärt der Betandwin-Gründer in NEWS

Die drei Altaktionäre, die ihre Anteile mittlerweile zum Großteil verkauft haben, konnten mit der Betandwin-Aktie, die in den vergangenen zwei Jahren 1.400 Prozent Kursplus verzeichnet, kräftige Gewinne von NEWS-Recherchen nach insgesamt rund 100 Millionen Euro verbuchen. Koerl dürfte rund zehn Millionen Euro verdient haben, Weirathers Aktienpaket ist rund 15 Millionen Euro wert. Tojner, dessen Risikokapitalgesellschaft "Global Equity Partners" sich im Jahr 2000 mit zehn Millionen Euro engagiert hat, dürfte unterm Strich nach dem jüngst erfolgten Totalausstieg rund 70 Millionen Euro Gewinn erzielt haben, die freilich wieder seinen Investoren zufließen.

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