Weinzinger: Mädchen in Mathe eine Zeitlang allein unterrichten

An Gehrer: Es gibt Lösungen, aber ohne Reformwille geht gar nichts

Wien (OTS) - "In bestimmten Fächern sollte auf erfolgreiche Methoden zur Förderung von Mädchen und Buben zugegriffen werden. Der getrennte Unterricht auf gewisse Zeit in diesen Bereichen hat beispielsweise ein Stärkung von Mädchen in Mathematik gebracht", erklärt heute die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, und weiter: "Auch die PISA-Ergebnisse weisen daraufhin, dass eine geschlechtsspezifische Förderung innerhalb der Ko-Edukation forciert werden muss. Außerdem steht die Entrümpelung der Schulbücher von althergebrachten Stereotypen immer noch auf der Mängelliste." Weinzinger stellt sich nicht gegen Gender-Beauftragte an Schulen, äußerst jedoch Skepsis über die Erfolgsaussichten.

Einschlägige Studien hätten bewiesen, dass eine getrennte Förderung von Mädchen für ein paar Monate die Lernleistungen erheblich verbessern konnte und Mädchen dadurch in ihrer weiteren Entwicklung gestärkt wurden. "An Alternativschulen wird bereits mit einem derartigen Modell als Ergänzung zur Ko-Edukation sehr erfolgreich gearbeitet", so Weinzinger, die abschließend von Bildungsministerin Gehrer fordert: "Es gibt Lösungen dafür, wie geschlechtsspezifische Schwächen abgefangen werden können. Aber ohne Wille zur Reform geht gar nichts."

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