AK: Wohnungsmieten stiegen fast viermal so stark wie die Inflationsrate im Februar

Überaus hoher Anstieg der Mieten und Wohnkosten geht weiter - Mietrechtsnovelle muss darauf reagieren - AK verlangt klare Mietzinsobergrenzen und Mieter-Entlastung bei Nebenkosten

Wien (OTS) - Die Wohnungsmieten stiegen erneut weit stärker als
die Inflation: "Während die Inflationsrate im Februar auf 2,8 Prozent sank, kletterten die Wohnungsmieten, also Mieten plus Betriebskosten, um 10,6 Prozent in die Höhe", kritisiert AK Wohnrechtsexperte Franz Köppl. Die Gesamtmieten seien folglich nahezu viermal so stark gestiegen wie die Inflationsrate, so Köppl. Die AK bekräftigt daher erneut ihre Forderung nach wirksamen Mietenbegrenzungen und kritisiert, dass der Entwurf der Mietrechtsreform das enorme Teuerungsproblem völlig ignoriert.

Die hohen Mietsteigerungen belasten die Einkommen immer stärker. Steigende Mieten treiben aber auch die Inflation wieder in die Höhe. "Schuld daran sind auch die überaus hohen Netto-Mieten im privaten Wohnungssegment und die steigende Nebenkostenbelastung", sagt Köppl. Die AK verlangt daher im Zuge der Mietrechtsnovelle 2005 wirksame Mietenbegrenzungen und eine Entlastung der Mieter bei den Nebenkosten (Grundsteuer, Hausverwalterkosten, Versicherungen). Diese enormen Mietensteigerungen dürfen nicht mehr ignoriert werden. Sie haben negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft: Die AK fordert deshalb bei der geplanten Wohnrechtsnovelle 2005 endlich wirksame Mietenbegrenzungen mit klar im Gesetz definierten Zuschlägen statt des sinnlosen und ungerechten Richtwertmietsystems. Ebenso verlangt die AK eine Entlastung der Mieter bei den Hausbetriebkosten. Nebenkosten, die nicht durch die Mieter verursacht werden, sollen nicht mehr den Mietern angelastet werden. Derartige Kosten sind vor allem Grundsteuer, Hausverwalter-, Versicherungskosten.

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