Edlinger: Hohe Inflation trifft PensionistInnen besonders stark

Edlinger verlangt "Pensions-Nachschlag" von 15 Euro monatlich

Wien (SPW) "Der Anstieg der Inflation um fast drei Prozent auch im Februar bestätigt erneut, dass die niedrige Pensionsanpassung von nur 10 Euro monatlich die hohen allgemeinen Preissteigerungen nicht abdeckt. Der Pensionistenverband Österreich verlangt daher erneut dringend eine Wertanpassung der Pensionen, die zumindest die Inflation abdeckt", verlangt der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreich und Wiener Landesvorsitzende, BM a.D. Rudolf EDLINGER, am Mittwoch.****

"Diese Wertanpassung ist von der derzeitigen Bundesregierung seit dem Jahr 2000 versprochen, aber noch kein einziges Mal durchgeführt worden. Die Pensionen haben dadurch innerhalb von nur fünf Jahren real bereits acht Prozent an Wert verloren", kritisiert Edlinger. Die hohe Inflation trifft besonders die älteren Menschen stark. Kleine Einkommen wurden im Februar erneut durch die stark gestiegenen Wohnungsmieten und Betriebskosten, die hohen Heizölpreise, aber auch die gestiegenen Lebensmittelpreise stark belastet. Und das Wenige Ersparte wird durch die Inflation auch noch aufgefressen, da die Sparbuchzinsen sehr gering sind, stellt Edlinger fest.

"Die Bundesregierung ist aufgefordert, dringend etwas gegen die hohe Inflation und die ständige Belastung kleiner Einkommen zu unternehmen. Das Mindeste, was wir verlangen, ist ein sofortiger Pensions-Nachschlag von 15 Euro monatlich für Pensionen unter 1.000 Euro und eine Anhebung des Ausgleichszulagenrichtsatzes auf 678 Euro monatlich. Absolut notwenig wäre außerdem eine steuerliche Entlastung der kleinen Pensionen durch die Schaffung des Pensionistenabsetzbetrages als Negativsteuer, eine Maßnahme, die auch nachträglich wirksam gemacht werden kann", so Edlinger.

"Der neueste Sozialbericht beweist, dass ältere Menschen überdurchschnittlich oft von Armut oder Armutsgefährdung betroffen sind. Jeder sechste Pensionist in Österreich ist arm oder armutsgefährdet. Der Ausgleichszulagenrichtsatz liegt um rund 100 Euro unter der Armutsgrenze. Wenn die Bundesregierung weiterhin durch ihre Politik die Kaufkraft von zwei Millionen älteren Menschen schwächt, dann schwächt sie damit auch die Wirtschaft und Beschäftigung in Österreich. Das Fehlen einer starken Inlandsnachfrage ist eine Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit in Österreich. Die Einkommen der PensionistInnen zu stärken, wäre daher eine sozial- und auch wirtschaftspolitisch sinnvolle und auch notwendige Maßnahme", erklärt der frühere Finanzminister. (Schluss)

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