ÖAMTC befürwortet flexible Regelung von Tempolimits mit Verkehrsbeeinflussungsanlagen 2

Telematische Wechselverkehrszeichen für Anhebung aber auch Reduktion des Tempolimits sinnvoll nützen

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Wenn es um die Verkehrssicherheit geht,
dann kann sich der ÖAMTC sowohl eine Anhebung von Tempolimits im Anlassfall als auch eine flexible Senkung vorstellen", sagt Hans Peter Halouska im Vorfeld der Enquete zum Thema "Zukunft der Verkehrssicherheit. Zwischen 160 km/h und Entschleunigung". Der ÖAMTC-Generalsekretär setzt in seinen Ausführungen auf den sinnvollen Einsatz von telematischen Wechselverkehrszeichen.

Unter welchen Voraussetzungen ist eine Erhöhung des Tempolimits für den ÖAMTC denkbar?

Für den Club ist dann an eine Erhöhung des Tempolimits zu denken, wenn ausnahmslos alle baulichen und technischen Voraussetzungen im Sinne der Verkehrssicherheit erfüllt sind: mindestens drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung, generalsanierte Autobahn, installierte Verkehrsbeeinflussungsanlage. Darüber hinaus müssen die Witterungsbedingungen optimal sein, eine trockene Fahrbahn und gute Sichtbedingungen vorherrschen. Geringe Verkehrsbelastungen und geringer Anteil von Schwerverkehr sind für den ÖAMTC-Generalsekretär ebenso Bedingung für eine Tempoerhöhung. Ganz abgesehen davon, dass generell nur über Streckenabschnitte diskutiert werden kann, die geringes Unfallrisiko aufweisen.

Unter welchen Voraussetzungen ist eine Senkung des Tempolimits für den ÖAMTC sinnvoll?

Der ÖAMTC hat am Montag, den 14. März, eine Risikoanalyse des hochrangigen Straßennetzes präsentiert. Diese hat ergeben, dass es etliche Streckenabschnitte in Österreichs hochrangigem Netz gibt, die ein besonders hohes Unfallrisiko aufweisen. Abgesehen davon gibt es auch zahlreiche Streckenabschnitte, die wegen des hohen Verkehrsaufkommens oder der noch nicht oder nicht vollständig angelaufenen Generalsanierung sogar für eine zeitweilige Senkung des Tempolimits auf weniger als 130 km/h in Frage kommen. In solchen Bereichen wie im Wechselgebiet ist für den Club der Betrieb einer telematischen Verkehrsbeeinflussungsanlage sinnvoll. Diese zeigt, z.B. wenn die Witterungsbedingungen schlecht sind, via LED-Anzeige die Senkung des Tempolimits an. ÖAMTC-Generalsekretär Halouska kann sich auch eine örtlich und zeitlich beschränkte Reduktion des Tempolimits wegen erhöhter Lärm- oder Abgasemissionen vorstellen.

Das sieht die Straßenverkehrsordnung vor

Die Straßenverkehrsordnung erlaubt, dass höhere als die allgemeinen Tempolimits verordnet werden dürfen, wenn es aus Gründen der Verkehrssicherheit dagegen keine Bedenken gibt (§ 43 Abs 4 StVO). Die derzeit geltenden Tempolimits von 50 km/h im Ortsgebiet und 100 km/h auf Freilandstraßen werden schon jetzt an geeigneten Stellen durch Verordnung, z.B. auf 60 oder 70 bzw. 120 km/h, angehoben. Die 130 km/h auf Autobahnen sind für den ÖAMTC daher auch nicht grundsätzlich tabu. Der Vorteil einer flexiblen Temporegelung liegt für den Club darin, dass bei ungünstigen Verkehrs- und Witterungsverhältnissen die Tempolimits auch gesenkt werden können.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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