Chronische Virus-Hepatitis - durch Früherkennung und neue Therapien verbesserte Heilungschancen

Wien (OTS) - Anlässlich des "Hepatitis Update 2005" betonten ExpertInnen die Bedeutung der Hepatitiden als gefährliche Krankheitsverursacher sowie die gesundheitspoltischen Folgen und riefen dazu auf, die Bevölkerung vermehrt über Übertragungswege, Gefahren, Wichtigkeit einer frühen Diagnostik und Heilungschancen der verschiedenen Formen der Leberentzündung aufzuklären.

Chronische Hepatitis betrifft viele Menschen...

Hepatitiden verursachen viel menschliches Leid und enorme Kosten für das Gesundheitssystem. In Österreich leiden rund 130.000 Menschen an einer chronischen Leberentzündung in Folge einer Hepatitis B oder C Erkrankung. Weltweit sind es rund 550 Millionen Menschen.

... oft mit dramatischen Konsequenzen

Das heimtückische an den chronischen Hepatitiden ist, dass sie ihr zerstörerisches Werk oft Jahre bis Jahrzehnte lang unbemerkt verrichten. "Typisch" für die chronische Leberentzündung sind die unspezifischen Beschweren wie Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und ein unbestimmtes Druckgefühl im Oberbauch.

Doch unbehandelt können chronische Hepatitiden die Leber im Lauf der Jahre so schwer schädigen, dass eine Leberzirrhose (Schrumpfleber), ein Leberversagen (hepatische Dekompensation) oder gar Leberkrebs (Hepatom) entstehen und zum Tod des Patienten/der Patientin führen.

Hepatitis B und C: ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem

"Hepatitis B und C kommt wegen der durch sie entstehenden chronischen Folgeschäden die größte gesundheitspolitische Bedeutung zu", so Univ.-Doz. Dr. Michael Gschwantler auf dem JournalistInnen-Workshop "Hepatitis - Update 2005" am 15. März im Naturhistorischen Museum in Wien.

Während das Hepatitis C-Virus (HCV) vergleichsweise nicht sehr ansteckend ist und nur durch Blut übertragen wird, ist das Hepatitis B-Virus (HBV) hoch ansteckend. Es wird durch Körperflüssigkeiten (wie Blut oder Sperma) übertragen und es genügen bereits kleinste Hautverletzungen, durch die der Erreger in die Blutbahn gelangen kann. Das HB-Virus ist 100mal ansteckender als der Erreger von AIDS. Statistiken weisen darauf hin, dass weltweit mehr als 350 Millionen Menschen mit dem Hepatitis B-Virus infiziert sind. Von diesen sterben jedes Jahr rund eine Million an der Krankheit. Laut Schätzung der WHO leben in Österreich etwa 42.000 chronische Hepatitis B-VirusträgerInnen. Zwischen 1.000 und 5.000 Personen werden jährlich neu infiziert, rund 400 bis 800 Personen sterben jährlich an Leberkrebs, einer möglichen Spätfolge der Hepatitis B-Virusinfektion.

Frühe Diagnose - bessere Heilungschancen

"Auch nur leicht erhöhte Leberwerte sind kein 'Kavaliersdelikt' und müssen daher genauestens abgeklärt werden", so Univ.-Prof. Dr. Peter Ferenci beim "Hepatitis - Update 2005". "Denn viele PatientInnen profitieren von der neuen Therapie. Und je früher mit der Therapie begonnen wird, desto besser sind die Aussichten auf Heilung! - Das haben Studien eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

So zeigte das pegylierte alpha-Interferon Pegasys(R) vom Schweizer Pharmaunternehmen Roche in Studien sowohl bei der Hepatitis C-Therapie (als Kombinationstherapie von Ribavirin/Copegus(R)) als auch bei Heptitis B als Monotherapie hervorragende Ergebnisse. Bei Hepatitis C können mit Pegasys(R) - je nach Virusgenotyp - nun bis zu 84% der PatientInnen dauerhaft geheilt werden. Bei der Hepatitis B-Therapie weist Pegasys(R) (seit 25. Februar 2005 für diese Indikation in Österreich zugelassen) im Vergleich mit allen anderen verfügbaren Präparaten die statistisch signifikant besten Heilungserfolge auf und sollte, außer wenn bereits eine Zirrhose vorliegt, zur Firstline-Therapie der Hepatitis B eingesetzt werden.

Texte, Power Point Präsentationen und Fotos des JournalistInnen Workshops "Hepatitis - Update 2005" zum Download unter:
www.hepatitisC.steinringer.at Benutzername: presse , Passwort: presse

Literatur

Cooksley WG, Piratvisuth T, Lee SD, et al. Peginterferon alpha-2a (40 kDa): an advance in the treatment of hepatitis B e antigen-positive chronic hepatitis B. J Viral Hepat 2003; 10:298-305. Marcellin P, Lau GK, Bonino F, et al. Peginterferon alfa-2a alone, lamivudine alone, and the two in combination in patients with HBeAg-negative chronic hepatitis B. N Engl J Med 2004; 351:1206-17. Lau GK, et al. Peginterferon alfa-2a (40KD) ( Pegasys(R)) monotherapy and in combination with lamivudine is more effective than lamivudine monotherapy in HBeAg-positive chronic hepatitis B: results from a large, multinational study. Hepatology, 2004; Vol. 40 (4); Suppl. 1:171A

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