Broukal zu ÖH-Wahl: "Karikatur einer demokratischen Wahl"

Regierungsparteien stehen in PISA-Tradition - 5.000 Studierende

1.400 Studierende =

Wien (SK) Als "Farce" bezeichnete SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal das neue Wahlsystem zur österreichischen HochschülerInnenschaft. "Ungleiche Stimmgewichtung, Möglichkeit zur Mehrfach-Stimmabgabe, Ausschluss von Privatunis und der Donau-Universität-Krems - das ist nur noch die Karikatur einer demokratischen Wahl", so Broukal am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Stimmen von beispielsweise 5.000 Studierenden der Universität Wien für die Bundesvertretung sind nach ÖVP-FPÖ-Verständnis gleich viel wert wie die Stimmen von 1.400 Studierenden der "Angewandten Wien" - "die Kollegen und Kolleginnen der Regierungsparteien stehen damit ganz in der Tradition ihrer bisherigen PISA-Schauspiele: 5.000 = 1.400", erinnert Broukal an die Rechenkünste von Gehrer und Co. ****

Neben den demokratiepolitisch bedenklichen Auswirkungen der HSG-Novelle kritisierte Broukal auch die "absolute Undurchsichtigkeit des Entsendungsmodus in die Bundesvertretung". "Wenn, wie angekündigt, erst Wochen nach den Wahlen ein Endergebnis für die Bundesvertretung vorliegt, wird kein Hahn mehr danach krähen - das mediale Interesse an den Wahlen wurde damit auf ein Minimum reduziert." Trotz allem sei er, Broukal, "guter Dinge, dass die Studierenden der katastrophalen schwarz-blauen Hochschulpolitik -inklusive HSG-Novelle - einen Denkzettel verpassen. Ich wünsche mir eine steigende Wahlbeteiligung, damit die Verantwortlichen endlich realisieren, dass man die Anliegen der Studierenden nicht weiter vom Tisch wischen kann." (Schluss) ah/ws

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