SP-Scheed: Jugendliche brauchen sichere Lehrstellen

Startschuss für waff EU Projekt Lehrlingsaustausch Wien- Bratislava

Wien (SPW-K) - Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung "Zukunftsbezirk Donaustadt" im Donauzentrum im 22. Bezirk gab SP GR und waff Vorstand Norbert Scheed Freitag Nachmittag den Startschuss für den Lehrlingsaustausch zwischen Wien und Bratislava. Der Lehrlingsaustausch ist Teil eines EU - INTERREG Projektes, das von waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) und MA 27 - EU -Förderungen koordiniert wird und in dessen Mittelpunkt die Qualifizierungsförderung von MitarbeiterInnen in Betrieben steht, die mit den neuen EU Mitgliedsländern kooperieren. Die Veranstaltung "Zukunftsbezirk Donaustadt" beschäftigte sich heuer mit den Schwerpunktthemen Wirtschaftsraum Donaustadt - Chancen für unsere neuen EU Nachbarn sowie Jugend und Ausbildung.

SP GR - Scheed hatte die ersten vier Wiener Lehrlinge, die zu einem dreiwöchigen Praktikum nach Bratislava fahren, Freitag zu einer Diskussionsrunde eingeladen.Mario Hadrys und Pavle Popovic (Kommunikationstechniker, Nachrichtenelektroniker) sowie Arnold Rauscher (Maschinenbautechniker) und Alexander Vorrath (Elektronenergietechniker) betonten in ihren Statements, dass sie sich auf die Chance freuen, in Bratislava in ihren jeweiligen Lehrberufen zu schnuppern und dort auch wichtige Kontakte zu knüpfen.

Scheed für Berufsausbildungsfonds, damit mehr Betriebe ausbilden Norbert Scheed forderte im Rahmen der Veranstaltung einmal mehr, sichere Lehrstellen für die Jugendlichen. Die Wirtschaft habe, so Scheed, hier eine Verantwortung und sei gut beraten, in die Jugend zu investieren und den Jugendliche vor allem eine entsprechend Ausbildung zu ermöglichen. Die Politik könne hier nur unterstützen, erklärte der SP GR. Scheed bezeichnete es als vorbildlich, dass Wien alleine heuer 11 Mio. Euro in die Hand nehme, um Jugendliche beim Berufseinstieg zu helfen.

Scheed wies außerdem daraufhin, dass der waff an sein "Personalfinder - Projekt" Projekt auch Lehrlingsfinder angedockt habe, die offensiv in Unternehmen Lehrstellen auftreiben. Die Lehrlingsfinder des waff gehen dabei in die Betriebe und bieten kostenlose Unterstützung bei der Lehrlingssuche an. Der Erfolg gerade der Lehrlingsfinder sei aber abhängig von der Anzahl an Betrieben, die tatsächlich ausbilden, unterstrich der SP -GR.
Für Scheed ist hier eindeutig die Wirtschaft am Zug. Scheed: "Für sichere Lehrstellen brauchen wir einfach genug Betriebe, die ausbilden. Deswegen trete ich so massiv für einen Berufsausbildungsfonds ein, in den jene Betriebe, die nicht ausbilden für die Lehrlingsausbildung in anderen einzahlen! Qualifizierte Arbeitnehmer brauchen schließlich auch sie."

Chancen nutzen im erweiterten Europa

ArbeitnehmerInnen müssen "fit" gemacht werden Region Centrope Hinsichtlich des Lehrlingsaustausches Wien - Bratislava betonte SP -GR Norbert Scheed, dass man die Chancen, die das neue, erweiterte Europa bietet, voll nutzen müsse, um gerade für die Jugend echte Zukunftsperspektiven zu schaffen. Scheed: "Mit den neuen EU-Mitgliedern Slowakei, Tschechien Ungarn bietet sich die einmalige Chance im Herzen Europas, die Region mit Bratislava, Brno, Györ und Wien zu einer der bedeutendsten und wirtschaftlich stärksten Regionen Europas zu entwickeln. Hier geht es um nichts weniger als um die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Wiener ArbeitnehmerInnen und vor allem die Jugendlichen müssen aber die Möglichkeit haben, sich dafür "fit" zu machen, sich entsprechend zu qualifizieren."

Durch den geplanten "Lehrlingsaustausch Wien- Bratislava" soll jedenfalls in erster Linie das networking und die Kooperation von Lehrlingen und Jugendlichen gefördert werden. Geplant ist ein dreiwöchiger Austausch, bei dem Praktika vorwiegend im handwerklich/gewerblichen Bereich angeboten werden. Insgesamt sollen in der ersten Phase jeweils vier bis sechs Jugendliche im Alter von 18-19 Jahren zu diesem Zweck von Wien nach Bratislava reisen und umgekehrt. Ich möchte es nochmals betonen: Vor allem dieses Pilotprojekt versteht sich als Impulsgeber für Wiener Unternehmen, in die Ausbildung von Jugendlichen gerade auch unter dem Aspekt "EU neu" zu investieren.

Er, sei jedenfalls, so Scheed, stolz darauf, dass es dem waff gelungen sei, mit Geld aus Brüssel und Wien ein tolles Pilotprojekt auf die Beine zu stellen, um Betriebe, die ihre Exportchancen in die neuen EU Länder nutzen wollen, bei der Qualifizierung von MitarbeiterInnen zu unterstützen. Für ihn besonders wichtig sei dabei der Lehrlingsaustausch zwischen Wien und Bratislava. Damit werde in Richtung "Jugend ist Zukunft, Zukunft heißt Europa" einen ersten wesentlichen Impuls gesetzt, schloss Scheed.

Foto unter 4000-81 930

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Tel.: (01) 4000-81930

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10002