Positive Bilanz der Energie Steiermark für das Geschäftsjahr 2004

Graz (OTS) -

  • Betriebsleistung steigt um 13 Prozent auf Euro 1,03 Mrd.
  • Umsatz wächst um 16 Prozent auf Euro 974 Mio.
  • Betriebsergebnis steigt um 16 Prozent auf Euro 104 Mio.
  • Finanzergebnis dreht von minus Euro 65 Mio. auf plus Euro 10 Mio.
  • Ausschüttung einer "Doppel-Dividende" von Euro 48 Mio.
  • Investition von Euro 19 Mio. für Biomasse-Anlage in Leoben

Durch konsequente und klare Konzentration auf den Markt, das Kerngeschäft und die Herausforderungen der Branche konnte die Energie Steiermark im abgelaufenen Jahr ihre Position als eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Unternehmen der Steiermark wieder zurückgewinnen. Die außerordentlichen und notwendigen Bewertungsmaßnahmen 2003 konnten auf diesen einmaligen Schnitt beschränkt werden. Damit ist auch eine Basis für die Rückkehr zur Normalität gegeben.

Die Umsatzerlöse der Energie Steiermark lagen im abgelaufenen Jahr mit Euro 974,4 Mio. um 16 Prozent über dem Vorjahr. Neben einer deutlichen Absatzsteigerung bei Strom (plus 21 Prozent) - vor allem im Bereich Portfoliomanagement - steuerte auch der Verkauf von Fernwärme und Erdgas (plus 10 Prozent) einen deutlich gesteigerten Erlös-Anteil bei.

Das operative Ergebnis (EBIT) konnte gegenüber 2003 proportional zum Umsatzwachstum um 16 Prozent auf Euro 103,8 Mio. gesteigert werden. Das im Vergleich zu 2003 sehr erfreuliche Gesamtergebnis ist vor allem auf die Drehung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses von minus Euro 65 Mio. auf plus Euro 10,1 Mio. zurückzuführen. Dabei konnten insbesondere notwendige Wertberichtigungen im Beteiligungsansatz der Energie Graz (EGG) entfallen.

Das versteuerte Konzernergebnis konnte von Euro 14 Mio. auf Euro 75 Mio. gesteigert werden. Das Konzernergebnis nach Anteil von Minderheitsgesellschaftern drehte von minus Euro 10 Mio. auf plus Euro 56 Mio.

Den Aktionären wird heuer eine Dividende von Euro 48 Mio. ausgeschüttet. Gemäß ihren Anteilen entfallen dabei auf das Land Steiermark Euro 36 Mio. und auf die Electricité de France (EDF) Euro 12 Mio. Bei den 48 Millionen handelt es sich genau genommen um eine "Doppel-Dividende" für 2003 und 2004, da den Aktionären der Energie Steiermark im vergangenen Jahr keine Ausschüttung zugeflossen ist.

Weitere Euro 16,1 Mio. aus dem Ergebnis 2004 gehen als Dividende an die Minderheitsgesellschafter in Tochterunternehmen -hauptsächlich an die Verbundgesellschaft.

Das solide Bilanzbild des viertgrößten Energie-Unternehmens Österreichs (2.200 Mitarbeiter, 530.000 Kunden) ist auch anhand der deutlich verbesserten Eigenkapitalquote erkennbar: Sie liegt nach einem Fremdkapital-Abbau um mehr als Euro 100 Mio. jetzt bei 53 Prozent. Darüber hinaus hat das 100%ige Tochterunternehmen Steirische Gas-Wärme vor einigen Tagen das Bonitätsranking des Kreditschutzverbandes (KSV) in der österreichischen Energiebranche mit Platz eins für sich entschieden.

"Wir sind im August 2004 mit dem klaren Ziel einer umfassenden Konsolidierung, Verschlankung und Stärkung der Unternehmensgruppe angetreten. Die noch im Herbst des Vorjahres umgesetzten Maßnahmen zeigen deutlich positive Ergebnisse", kommentiert Vorstandssprecher Karl-Franz Maier die erfreulichen Zahlen der Energie Steiermark.

"Im Sinne einer klaren Fokussierung auf das Kerngeschäft wurden 2004 die wesentlichen branchenfremden Beteiligungen (u.a. Telekom, Cargo Center, Tiefgaragenprojekte) abgegeben und dafür eine Ausweitung vorhandener Stärkefelder vorgenommen", unterstreicht Maier. "So sorgte u.a. die Komplett-Übernahme des Energie-Vertriebsunternehmens "Unsere Wasserkraft" mit über 75.000 Kunden und die Neuordnung der mehr als 20 Fernwärme-Beteiligungen in Tschechien und der Slowakei für wichtige Impulse".

"Rund ein Viertel der Gesamtinvestitionen des Jahres 2004 in Höhe von Euro 80 Mio. wurde für die Errichtung einer neuen Biomasse-Kraft-Wärme-Anlage in Leoben-Göß verwendet", betont Vorstandsdirektor Franz Kailbauer (Technik/Vertrieb) die betriebswirtschaftlichen Aspekte der in Gang gesetzten Expansion im Bereich umweltfreundlicher Energie-Produktion.

Auch die Kostensenkung als Resultat der Bündelung aller Ressourcen quer durch alle Bereiche des Konzerns greift. Maier: "Die im Vorjahr erfolgte Neu-Positionierung der Holding zu einem operativ-strategischen Steuerungsinstrument ermöglicht seither die Konzentration von Know-how und Kapazitäten aus unterschiedlichen Sparten und Beteiligungen."

Die positiven Zahlen seien jedoch, so Maier, kein Garantieschein für die Zukunft:"Die aktuellen Umbrüche - vor allem die vom Regulator angekündigten Maßnahmen im Bereich der Strom- und Gasnetze - können rasch substanzgefährdend sein. Darum sehen wir das Ergebnis für 2004 als Gestaltungsauftrag, die Herausforderungen der neuen Rahmenbedingungen proaktiv und offensiv anzunehmen. Die Identifizierung neuer Wachstumsfelder - auch in der Stromerzeugung -spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesichts der drohenden Block-Bildung in der E-Wirtschaft steht jedenfalls eine eigenständige und dynamische Entwicklung des Kerns der steirischen Energiewirtschaft im Mittelpunkt unserer Arbeit", so Maier.

"Eine weitere Konsolidierung der nach wie vor stark zersplitterten steirischen Energie-Landschaft - die Steiermark zählt 52 EVUs - wäre für die Stromkunden sicherlich von Vorteil, zumal damit beträchtliche Rationalisierungspotentiale gehoben werden könnten", betont Kailbauer. Dieses Ziel könne jedoch ausschließlich im Geiste einer fairen Partnerschaft und Kooperation erreicht werden. "Eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Verbund sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn daraus auch für die Steiermark deutlich erkennbare Vorteile erzielbar sind", so Maier abschließend.

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