Mariahilf will wissen, was Jugendliche wollen

BV.in Kaufmann startet Jugendumfrage unter 15 bis 18 jährigen

Wien (SPW-K) - Wählen mit 16 in Wien bei der nächsten Landtags-und Gemeinderatswahl wird Realität. Da es das erste Mal ist, bereitet die Mariahilfer Bezirksvertretung junge MariahilferInnen auf das neue Recht ganz besonders vor. "Ohne dabei Schleichwerbung für eine Partei zu betreiben", versichert Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann.

Vor einigen Tagen diskutierten ein Dutzend Mariahilfer Schul- und Klassensprecher mit politischen Vertretern aus dem Bezirk. Die Jugendlichen finden die Senkung des Wahlalters sehr positiv. Sie vermuten jedoch, dass viele 16- bis 18 jährige nicht ihre Stimme abgeben werden. "Die Politiker wissen ja nicht, was wir wollen. Das finden wir nicht cool und haben daher mit Politik wenig am Hut," erklärt ein Klassensprecher der Berufsschule Mollardgasse.

Die hilflose Suche nach ansprechenden Jugendthemen wird es in Mariahilf nicht geben. Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann startet eine großangelegte Umfrage bei 15 bis 18 jährigen. "Ich möchte genau wissen, was sich die jungen Menschen von ihrem Bezirk erwarten". Gleichzeitig versucht die Bezirksvertretung stärker mit den jungen Menschen in Kontakt zu treten.

"Die politische Sensibilität bei den Jugendlichen muss stärker angesprochen werden", erklärt Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann. "Ein 16jähriger ist reif genug, um ein eigenes Girokonto zu führen, warum soll er dann auch nicht wählen können?". Positive Erfahrungen auf Gemeindeebene gibt es bereits. In Burgenland nutzten 80 Prozent der Teenies ihr Wahlrecht.

Die lebhafte Diskussion in der Bezirksvertretung zeigte, dass sich junge Menschen stärker einbringen möchten. Sie würden einiges verändern und wünschen sich, im Entscheidungsprozess ihrer Angelegenheiten eingebunden zu werden - etwa bei der Novellierung der Jugendschutzbestimmungen. Ein Klassensprecher geht sogar noch weiter:
"In die Politik gehen? Warum nicht, reden und gestalten tue ich eh gern." (Schluss)

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