Vielbeachtete Amtsübergabe im Kulturbereich von LH Haider an LHStv. Strutz im Museum für moderne Kunst Kärnten

Haider zog Bilanz - Strutz präsentierte Schwerpunkte seiner zukünftigen Kulturpolitik

Klagenfurt (OTS) - Zu einer viel beachteten Amtsübergabe im Kulturbereich kam es gestern Abend im MMKK (Museum für Moderne Kunst Kärnten). LH Jörg Haider übergab offiziell die Geschäfte an den neuen Kulturreferenten Martin Strutz. Prominente Kulturschaffende wie Prof. Giselbert Hocke, Leiter der Werner-Berg-Galerie Bleiburg Gottfried Stöckl, Gerhard Lehner von Klagenfurter Ensemble Theater, Prof. Wolfgang Czeipek vom Musikveranstalter Jeunesse, Prof. Dr. Ernest Hoetzl, Künstlerischer Leiter des Musikverein Kärnten und Andere, lauschten den Ausführungen und beteiligten sich im Anschluss an einer angeregten Diskussion.

Kulturreferent LHStv. Martin Strutz erwähnte in seiner Ansprache: "Es ist mir bewusst, dass Kunst und Kultur immer kontroversiell ist und sein wird. Die kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem Alltag ist von mir ausdrücklich gewünscht und wird unterstützt. Ich werde den von LH Jörg Haider eingeschlagenen Weg in der Kulturpolitik, der geprägt ist durch Unabhängigkeit, Innovation und Modernität, fortsetzen wobei nicht vergessen wird, auch die kulturellen Wurzeln und die hervorragenden künstlerischen Leistungen in der Geschichte Kärntens hervorzuheben. Kultur braucht nicht nur finanzielle Förderung, sondern sie braucht Freigeist und Rahmenbedingungen sowie politisches Engagement, um die Rahmenbedingungen für die Kärntner Künstler weiter auszubauen".

Strutz weiter: "Kultur in Kärnten muss stete Weiterentwicklung erbringen und dynamisch gestaltet sein. Kulturpolitik ist nicht Verwaltung von Bestehendem, sondern Entwicklung neuer Visionen auf Basis des bereits Existierenden. Kulturpolitiker brauchen unabhängige Fachleute und Experten, die fernab von parteipolitischen Vereinnahmungen, Entscheidungen treffen".
Deshalb unterstrich Strutz auch gestern die Bedeutung des Kulturgremiums und er werde, so wie Haider, die Unabhängigkeit im Kulturbereich akzeptieren und fördern. Kunstankäufe, Förderungen und Unterstützungen für Künstler sowie die Vergabe von Kulturpreisen werden von Künstlern selbst entschieden und nicht von Politikern.

Als wichtige Vorhaben nannte Strutz den weiteren Ausbau des "Carinthischen Sommers" zum internationalen Festival, den weiteren Ausbau und Vernetzung der Veranstaltung des "Kultursommers", eine Weiterentwicklung des "MMKK" mit klarer Positionierung der Kärntner Kunst im internationalen Kontext, zur Ausstellung "Eremiten Kosmopoliten", einen Schwerpunkt Schule und Kultur, für den sich Strutz als auch in der Funktion des Bildungsreferenten verpflichtet fühlt. Weiters nannte er die Umsetzung des Museumsprozesses der "Stiftung Liaunig", den Aufbau des historischen Netzwerkes "Kulturkluster Zollfeld", den weiteren Ausbau der "Wörtherseebühne" zum Festival und den Schwerpunkt "Frau und Kultur" mit einem eigenen Frauenkulturpreis.

Strutz möchte vor allem durch Serviceierung und einen weiteren Ausbau des Servicegedanken in der Kulturverwaltung, wie der Seminarreihe "Kultur informiert", die Künstler organisatorisch unterstützen. "Ich werde auch verstärkt eine Kooperation mit der Kärnten-Werbung, im Bereich der überregionalen Bewerbung, in Bezug der Kulturaktivitäten unseres Landes suchen", versicherte Strutz. Er versprach auch, im Rahmen der gestrigen Veranstaltung, vermehrtes Lobbying im Bereich der Bundesförderung, der Vergabe eines eignen Förderungspreises für Kultur und Wirtschaft sowie die Installation einer Mittelbühne für Kärnten zu unterstützen.

Morgen um 10.30 Uhr präsentiert Kulturreferent Strutz in Klagenfurt im Museum für Moderne Kunst Kärnten die neue Ausstellung "Interior View - Künstler erforschen die Sprache der Architektur", die bereits gestern unter den anwesenden Repräsentanten aus dem Kulturbereich großen Anklang fand.

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Röttig Petra
Pressereferentin LHStv. LPO Dr. Martin Strutz
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