• 13.03.2005, 10:00:00
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Zum 125sten Geburtstag des Österreichischen Roten Kreuzes

Grußworte von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

Wien (Rotes Kreuz) - Das Österreichische Rote Kreuz kann heute zu
seinem Jubiläumstag, am 14. März, eine höchst erfreuliche Bilanz der
Menschlichkeit ziehen. Aber nicht nur, weil wir uns alle einen
Sozialstaat Österreich ohne die vielfachen Aktivitäten des Roten
Kreuzes nicht vorstellen können. Und nicht nur, weil uns das Rote
Kreuz Tag für Tag in der internationalen Hilfe, im Bereich der
sozialen Dienste, als "Rettung" oder Blutspendedienst begegnet. Das
Österreichische Rote Kreuz ist mehr.

Die Organisation ist seit 125 Jahren ein steter Garant für den
Humanitätsgedanken in der Gesellschaft. Das Rote Kreuz bemüht sich
besonders, in einer Zeit des Zusammenwachsens und der Globalisierung
ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen. Das Rote Kreuz ist für
alle gleichermaßen da. Unabhängig von Nationalität, Rasse, Religion,
sozialer Stellung oder politischer Überzeugung. Das Maß ist die Not.
Sie entscheidet, wem zuerst geholfen wird.

Und genau die Philosophie des Roten Kreuzes veranlasst mich, die
Organisation als einen wichtigen Ansprechpartner für die Zukunft
Österreichs zu sehen. Wir alle wissen, dass in den nächsten Jahren
große Herausforderungen auf unsere Gesellschaft zukommen werden. Und
für viele von uns stellt sich die Frage, wie ein Grundstein zur
Bewältigung einer "sozialen Sicherung" gelegt werden kann. Daher
wünsche ich mir, dass das Rote Kreuz weiterhin eine starke Rolle in
Österreich spielen soll - als Mitgestalter an einer erfolgreichen
Zivilgesellschaft. Denn das Österreich von morgen wird mehr denn je
das Engagement und die Verantwortung des Einzelnen brauchen - der
Grundgedanke der Solidarität kann nicht delegiert werden.
Eine schöne Aufgabe, damit unser Land für die Zukunft gewappnet ist.

Der doppelte Gedanke des Rotkreuz-Gründers Henri Dunant, nämlich die
humanitäre Tat und die Richtlinie des Gewissens, wird bei den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Österreichischen Roten Kreuzes
jeden Tag gelebt - in unserem Land und über die Grenzen hinaus. Und
ich stehe nicht an mich dafür zu bedanken.

OTS0016    2005-03-13/10:00

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