Wirtschaftskammer Niederösterreich: "Hot Spot" der Kreativwirtschaft

New Design University am WIFI St. Pölten

Wien (OTS) - Seit Dezember 2004 ist sie in Betrieb: Österreichs erste Privatuniversität für Kreativwirtschaft - besser bekannt unter dem Markennamen "New Design University" - am WIFI in St. Pölten. Bei der offiziellen Gründungsfeier am 9. März 2005 zeigten sich WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Bundesministerin Elisabeth Gehrer von Österreichs jüngster universitärer Bildungsstätte begeistert und bestätigten dabei erneut den Stellenwert von Kreativität im modernen Wirtschaftsleben.

"Kreativität ist ein Erfolgsfaktor der Zukunft", ist Leitl überzeugt. In Österreich sind derzeit immerhin 20.000 Unternehmen mit rund 130.000 Beschäftigten im privatwirtschaftlichen Bereich der Kreativwirtschaft tätig und erwirtschaften einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro. Der globale Kreativwettbewerb biete Herausforderungen und Chancen, Kreativität zu exportieren. Die niederösterreichische Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl sieht in der neuen Privatuni ein Zentrum der österreichischen Kreativwirtschaft auf internationalem Niveau. Zwazl wörtlich: "Das WIFI St. Pölten mit seinen sämtlichen Einrichtungen entwickelt sich immer mehr zum `Hot Spot´ der Aus- und Weiterbildung!"
Gehrer meinte dazu: "Die Wirtschaft erhält neue Impulse durch die Kreativität."
Für St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler ist die neue Universität ein Quantensprung in Richtung Bildung.

Erfolgreiche Zwischenbilanz

Erfolgreiche Bilanz nach nur wenigen Wochen: Derzeit besuchen 52 Studenten die im Oktober 2004 neugestarteten Lehrgänge an der Privatuniversität für Kreativwirtschaft. Insgesamt werden in St. Pölten fünf Studiengänge angeboten: je ein Bakkalaureatsstudiengang zum Thema "Innenarchitektur und 3-dimensionale Gestaltung" sowie "Grafikdesign und mediale Gestaltung".
Beide Studiengänge sind 6-semestrige Vollzeitstudien und schließen mit dem Titel "Bachelor of Arts".

Darauf aufbauend soll im Herbst 2005 das Programm zusätzlich um drei berufsbegleitende Master-Studien erweitert werden:
"Innenarchitektur und 3-dimensionale Gestaltung" sowie "Illustration & Printmedien".
Diese Studiengänge schließen mit dem Titel "Magister of Arts". Ergänzend dazu wird ein Universitätslehrgang zum Thema "Innovations-und Gestaltungs-prozesse" angeboten, der mit dem Titel "Master of Design" abschließen wird.
"Die Anmeldung dazu läuft bereits auf Hochtouren", weiß WIFI-NÖ-Institutsleiter Mag. Andreas Hartl Erfreuliches zu berichten. 300 Interessenten gibt es bereits.

Nach den Aufnahmeklausuren im Mai wird dann entschieden, wer zur Ausbildung zugelassen wird. Zu den Aufnahmekriterien gehört nicht nur eine entsprechende gestalterische Vorbildung (entweder AHS mit Bildnerischem Schwerpunkt oder Grafische Schule), jeder Prüfling muss außerdem zum "Design-Casting" eine umfassende Vorzeige-Mappe mitbringen. "Die Mappe sollte rund 20 bis 30 eigene Werke umfassen und eine möglichst große Bandbreite an Kreativität aufweisen. Das heißt, von der Karikatur über das Gemälde bis hin zum Comic kann alles darin enthalten sein", erklärt Hartl.
Wer zwar begabt ist, aber noch keine einschlägige Vorbildung hat, der kann sich bei einem einjährigen Foundation-Kurs das nötige Know-how holen.

Im Vollbetrieb rechnet Hartl mit rund 250 Studierenden. Die Studiengebühren liegen für die Bachelor-Studiengänge bei 4.900 Euro im Jahr, für die Master-Studien betragen sie 6.900 jährlich.

Forschungs- und Serviceangebot für Betriebe

Zusätzlich zur Lehre wird derzeit ein Forschungs- und Serviceangebot für Betriebe etabliert. Hierbei erhalten Betriebe, die es sich selbst nicht leisten können, entsprechende Designberatung. Sozusagen im Kombi-Pack wird von den Experten ein Aufklärungs- und Inspirationsprogramm angeboten, das den Betrieben die Bedeutung und den Stellenwert von Design als Wettbewerbsfaktor näher bringen soll. Hartl: "Damit wollen wir die Betriebe motivieren, entsprechende Design-Aktivitäten zu setzen."

Was die Forschungsaktivitäten betrifft, so gibt es bereits einige Projekte. Zur Abwicklung: "Unternehmen treten an uns mit einem Auftrag heran, und sofern er einen wissenschaftlichen Kern hat, werden entsprechend der Fachrichtung die jeweiligen Experten mit der Weiter-entwicklung betraut."

Konkret wird derzeit an einer Publikation zum Thema "innerarchitektonische Gestaltung" für das Bildungsministerium gearbeitet. "Der Trend geht eindeutig in Richtung Auftrags-forschung", meint Hartl. Ein weiteres Projekt, in Auftrag gegeben von der Firma Bösendofer, beschäftigt sich mit "Klavier- und Innenraumdesign".

Weitere Themenbereiche, zu denen an die New Design University Auftragsarbeiten vergeben werden können, sind Trendforschung und Kreativwirtschaft, Lebensqualität und Design, regionale und urbane Entwicklung, nachhaltige Werkstoffe und Prozesse, Gestaltungsdidaktik, Kunst- und Kulturgeschichte Niederösterreichs, Rekonstruktion historischer Schriften sowie Bild- und Baukunst.

"Zum einen bieten wir wissenschaftliche Forschung und Lernchancen für die Studenten, zum anderen bereiten wir das Feld für Dienstleister und Folgeaufträge auf", sieht Hartl gleich mehrere Synergieeffekte.

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