AMON: SPÖ VERABSCHIEDET SICH VON PISA-ERGEBNISSEN

Sind die schlechten "Wiener Ergebnisse" die ursache?

Wien (ÖVP-PK) - Nach dem gestrigen "verzweifelten Versuch eines Verteidigungsrundumschlags" der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl für die SPÖ-Schulideologie habe sich nun heute, Mittwoch, die verbleibende Riege der zahllosen SPÖ-Bildungssprecher zu einer "Jammertirade über das österreichische Schulsystem" zusammengefunden, sagte ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon zu den jüngsten Aussagen einiger SPÖ-Politiker zur Bildungsreform. Bemerkenswert dabei sei, dass "Josef Broukal nun der Regierung und der ÖVP vorwirft, PISA in Vergessenheit geraten zu lassen, während seine Parteikollegin Susanne Brandsteidl die Aussagekraft der Ergebnisse der Studie gestern angezweifelt hat, wie das auch schon vorher die AKS-Vorsitzende Kim Kadlec bei einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit Broukal getan hat. Dass Broukal dem nicht widersprochen hat, spricht Bände", so Amon. ****

Der ÖVP-Bildungssprecher stellte klar, dass keine Rede davon sein könne, dass sich im österreichischen Bildungssystem nichts bewege.

Im morgigen Unterrichtsausschuss des Nationalrates werde ein Antrag über die Umsetzung der Ergebnisse des Reformdialoges beschlossen. "Darin ist genau festgelegt, welche Reformmaßnahmen eingeleitet wurden und werden", so der ÖVP-Bildungssprecher. Im Bereich der Frühförderung seien bereits Gespräche mit den zuständigen Partnerinnen und Partnern in Bundesregierung und Ländern angelaufen. "Zudem wird im BMBWK ein Erlass vorbereitet, mit dem die Schuleinschreibung um ein halbes Jahr vorverlegt wird. Bei dieser Schuleinschreibung soll eine Diagnose für die Eltern über eventuelle Defizite ihres Kindes gegeben werden", führte der ÖVP-Bildungssprecher aus.

Die von Andrea Kuntzl geäußerte Kritik an der Transparenz der vorhandenen Nachmittagsangebote ist für Amon unverständlich. "Auf der Homepage des Bildungsministeriums findet sich eine Auflistung der Schulstandorte der Pflichtschulen und AHS-Unterstufen, die Tagesbetreuung anbieten", erläuterte der ÖVP-Bildungssprecher. Von den von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer bereits für das Schuljahr 2004/05 10.000 zusätzlich angebotenen Betreuungsplätzen seien weiters bis heute von den Schulen lediglich etwas mehr als 8.000 abgerufen worden.

Auch die "Jammertiraden" der SPÖ über das Bildungsbudget seien bloß mit einem zu begründen: "Bewusster Panikmache, um Eltern, Lehrer und Schüler zu verunsichern." Bei den Bundesschulen, wo die Zahl der Schülerinnen und Schüler steige, gebe der Bund 2006 2,179 Milliarden für Lehrpersonal aus. "Das sind um 57 Millionen Euro mehr als 2005", erläuterte Amon. Bei den Pflichtschulen gebe es 2005/06 einen Schülerrückgang von 13.700 und 2006/07 von 14.000 Schülerinnen und Schülern. "Deshalb werden wie im Finanzausgleich vereinbart weniger Dienstposten benötigt. Erfreulich ist, dass zwölf Millionen Euro (ca. 400 Lehrerdienstposten) für die Förderung der Schülerinnen und Schüler und für den Erhalt kleiner Schulstandorte dazu kommen", so Amon.
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