Andersen im Wien Museum

Wien (OTS) - Sechs Mal hat der dänische Dichter Hans Christian Andersen auf seinen Reisen Wien besucht. Das Wien Museum Karlsplatz erinnert mit einer Ausstellung im Atrium anlässlich seines 200. Geburtstages vom 10. März bis 30. April an den großen Märchenerzähler und vor allem an seine Beziehung zu Wien als Stadt, die er gerne besuchte, in seinen Tagebüchern auch durchaus kritisch beschrieb und in der auch ein Roman von ihm spielt. Die Schau gibt einen kurzen Überblick über den Lebensweg Andersens zu einem der erfolgreichsten Autoren seiner Zeit und seine Wien-Besuche. "Andersen zum Hören" gibt es mit Schauspielern des Burgtheaters, die jeweils Freitag, Samstag und Sonntag Märchen von ihm lesen. Der Eintritt zur Ausstellung und auch zu den Lesungen ist frei.****

Andersens Lebensweg lässt sich im Wien Museum anhand einer vom Stadtmuseum Odense, der Geburtsstadt des Dichters, zur Verfügung gestellten Schau verfolgen. Als Kind armer Leute 1805 geboren, wurde er zu einem berühmten, geachteten und schon zu seiner Zeit viel gelesenen Autor, dem Dänemark heuer ein opulentes Jubiläumsjahr widmet. Neben seien Märchen hat Andersen auch Lyrik, zahlreiche Theaterstücke und Romane geschrieben, 1875 ist er in seiner Heimat gestorben.

Einer der Romane Andersens, "Nur ein Geiger", spielt in Wien, der Stadt, die er zwischen 1834 und 1872 sechs Mal auf seinen auch sonst ausgedehnten Reisen besuchte, zum ersten Mal als unbekannter junger Mann, später als Schriftsteller von Weltrang. Andersen nahm regen Anteil am Wiener Kulturleben, mit Grillpazrer und Castelli, der ihm ein Freund wurde, traf er ebenso zusammen wie mit dem dänischen Architekten Theophil Hansen. Seine Liebe zur schwedischen Sängerin Jenny Lind, die in Wien ein Star war, blieb unerwidert. Gesellschaftlicher Höhepunkt seiner Wien-Aufenthalte war eine Einladung zum Tee an den Wiener Hof 1846. Künstlerische Spuren in Wien hinterließ Andersen auch mit der Inspiration, die seine Werke vermittelten: Alfred Kubin, Bertold Löffler und andere Wiener Künstler illustrierten seine Märchen.

Leben und Werk von Andersen und seine Wien-Besuche werden in der kleinen, aber eindrucksvollen Schau dem Besucher plastisch nahe gebracht, die Annäherung an sein Werk ist in der Leseecke möglich. Eine besondere Attraktion der Ausstellung versprechen die Lesungen zu werden, die jeweils freitags, samstags und sonntags um 16 Uhr im Atrium des Museums stattfinden: BurgschauspielerInnen von Petra Morzé über Dorothee Hartinger bis Heinz Zuber lesen die Märchen des Dichters, bekannte wie "Das hässliche Entlein" oder "Der standhafte Zinnsoldat" und auch weniger bekannte Geschichten. Insgesamt stehen 20 Lesungen zu je 45 Minuten auf dem Programm. Führungen, Vorträge, eine Veranstaltung zum Andersen-Tag am 2. April und andere Veranstaltungen begleiten die Ausstellung, die jewiels Dienstag bis Sonntag und Feiertag von 9 bis 18 Uhr, Mittwoch von 9 bis 20 Uhr zu sehen ist.

o Weitere Informationen: Tel.: 505 87 47 Internet: http://www.wienmuseum.at/ (Schluss) gab

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