Karas: Lissabon-Match ist nur bei vollem Einsatz aller Mitspieler zu gewinnen

Voller Einsatz für Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung

Strassburg, 9. März 2005 (ÖVP-PD) "José Manuel Barroso ist als Präsident der Europäischen Kommission gleichzeitig Trainer und Kapitän der Europaauswahl. Die Mitgliedstaaten der EU sind aber alle gemeinsam Mitglieder der Mannschaft. Wenn wir das weltweite Match um Wettbewerbsfähigkeit und soziale Sicherheit gewinnen wollen, müssen alle Teamspieler mit vollem Einsatz mitspielen", sagte heute, Mittwoch, EVP-ED-Vizepräsident Mag. Othmar Karas bei der Debatte über die Halbzeitbewertung der Lissabon-Strategie im Europäischen Parlament. "Der Mehrwert der Europäischen Union besteht in der Schaffung von Frieden und Sicherheit für alle EU-Bürger, und der gemeinsamen Anstrengung für Wachstum, Beschäftigung, sozialer Sicherheit und Nachhaltigkeit. Wir müssen von einer reinen Wirtschafts- und Währungsunion zu einer Union für Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung gelangen", unterstrich Karas in seiner Plenarrede. ****

"Dazu müssen wir auch die ökosoziale Marktwirtschaft als Ordnungsmodell der Europäischen Union mit Leben erfüllen. Für uns als Europäische Volkspartei ist der Markt nicht Selbstzweck. Es ist Mittel zum Zweck", so Karas weiter. Der Wirtschaftssprecher der ÖVP-Delegation wies auch nachdrücklich darauf hin, dass es ohne einen funktionierenden Dienstleistungsbinnenmarkt keine
erfolgreiche Lissabon-Strategie geben könne. "Wir müssen die vier Grundfreiheiten der Europäischen Union für alle Bürger Europas Wirklichkeit werden lassen. Dafür brauchen wir eine Dienstleistungsrichtlinie", betonte Karas.

Auch der Stabilitäts- und Wachstumspakt müsse mit neuem Leben erfüllen werden: "Die von allen Mitgliedstaaten beschlossenen Ziele müssen erfüllt werden. Die Kommission muss in der Ausübung ihrer Rechte und Verantwortlichkeiten gestärkt werden. Die fruchtlose Debatte rund um den Stabilitätspakt warnt uns klar davor, die Fehler bei der Einhaltung des Stabilitätspaktes bei der Lissabon-Strategie zu wiederholen", sagte Karas.

Abschließend rief der EVP-ED Vizepräsident den Europäischen Gewerkschaftsbund auf, seine für kommende Woche angekündigte Demonstration gegen die Lissabon-Strategie abzublasen: "Wogegen
will der EGB vor dem EU-Gipfel demonstrieren? Gegen Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung? Ich fordere den EGB dringend auf, seine destruktive Haltung aufzugeben und so wie bereits die Europäischen Sozialdemokraten wieder ins gemeinsame Boot zurückzukehren."

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