Schmid/Grüne Wirtschaft: Frauenanteil bei Wirtschaftsbund Wien langsam unter Wahrnehmungsschwelle

Männliche Phalanx im Rücken von Kammer-Präsidentin Jank

Wien (OTS) - "Der Verdacht, dass Kammerpräsidentin Brigitte Jank von Beginn an eher eine Kompromisskandidatin im Machtkampf um die Nettig-Nachfolge als ein frauenpolitisches Signal des Wirtschaftsbundes war, erhärtet sich leider, wenn man die Wiener KandidatInnenlisten des Wirtschaftsbundes betrachtet", kritisiert Michael Schmid, Landessprecher der Grünen Wirtschaft Wien.

Dass hinter Jank die geballte Phalanx männlicher Kammerfunktionäre stehe, zeige unter anderem die Tatsache, dass alle sieben Wiener Spartenobleute Männer sind. Auch die letzte Ausgabe des "Wirtschaftsreports", der Zeitung des Wiener Wirtschaftsbundes, zeige, dass Jank eher als Fassade diene: Nur 6 (!!!) von insgesamt 98 SpitzenkandidatInnen der einzelnen Fachorganisationen sind Frauen, was einem Anteil von gerade einmal 6% entspricht.

Bereits bei der letzten Kammerwahl im Jahr 2000 hatte die miserable Frauenquote des Wirtschaftsbundes für Aufsehen gesorgt, war damals jedoch mit 10 von 112 präsentierten KandidatInnen immerhin noch bei fast 9% gelegen. "Dass sich diese Quote noch einmal verschlechtern könnte, hätte ich nicht für möglich gehalten. Offenkundig möchte der Wirtschaftbund seinen Chef nicht Lügen strafen. Hat Christoph Leitl doch unlängst in einer Pressekonferenz gesagt: 'Wir sind in der Wirtschaftskammer viel zu sehr ein verstaubter Männerverein'. Beim Wiener Wirtschaftsbund sinkt der Frauenanteil langsam unter die Wahrnehmungsschwelle", so Schmid.

Die Sparten Banken & Versicherungen sowie die Sparte Industrie werden künftig überhaupt als reine Männerklubs organisiert sein.

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Thomas Hohenberger, Pressesprecher Grüne Wirtschaft, 0664-5308186

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