Swoboda: EU muss sich von Agrarunion zu Innovationsgemeinschaft wandeln

Aus Halbzeit-Bilanz zur Lissabon-Strategie energische Konsequenzen ziehen

Wien (SK) Von "voller Unterstützung für mehr Forschungsanstrengungen" spricht Hannes Swoboda, parlamentarischer Geschäftsführer der SPE-Fraktion, im Zusammenhang mit dem heute im EU-Parlament diskutierten Bericht zur EU-Forschungsförderung (Locatelli-Bericht). "Die EU hat noch einen weiten Weg vor sich, um zu einer echten Innovationsgemeinschaft zu werden. Aber die neue Finanzperspektive und das 7. Forschungsrahmenprogramm sollten zumindest Schritte in diese Richtung sein", so Swoboda. ****

Der Bericht des Industrieausschusses stehe deshalb hinter den Zielen der EU-Kommission und v.a. des Kok-Berichts zur Lissabon-Strategie. Demnach ist eine Verstärkung der Forschungsausgaben unerlässlich. Parallel zur Erhöhung der Forschungsausgaben der Mitgliedstaaten auf drei Prozent des Bruttosozialproduktes (zwei Drittel privat und ein Drittel öffentlich), sollten die Ausgaben im 7. Forschungsrahmenprogramm gegenüber dem Vorgänger-Programm verdoppelt werden. Als Schwerpunkte sind unter anderem vorgesehen:

  • Biotechnologie, Neurowissenschaften, vorbeugende und öffentliche Gesundheit
  • Alternativenergien - allerdings inklusive Kernenergien
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Nanotechnologie, neue Werkstoffe, etc.
  • Chemie

Swoboda: "Die Aufstockung der finanziellen Mittel ist angesichts der erst heute wieder veröffentlichten Berichte, wonach die EU bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung immer weiter hinter die USA und Japan zurück fällt, dringend notwendig. Dabei geht es natürlich nicht nur um mehr Geld, sondern vor allem auch um zusätzliche personelle Ressourcen. Die EU braucht bis zum Jahr 2010 tausende neue, bestausgebildete Forscher. Und diese wiederum müssen mobil und flexibel sein, um entsprechend ihren Fähigkeiten optimal eingesetzt werden zu können."

Dem EU-Parlament sei es darüber hinaus ein besonderes Anliegen, die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Klein- und Mittelbetrieben zu fördern. Dazu sei auch eine entsprechende Netzwerkbildung - von der Forschung über die Entwicklung bis zur Produktion - und die Schaffung von sektoralen Clustern nötig. "Das Parlament empfiehlt zudem, Mittel aus den Strukturfonds zur Stärkung der Forschungskapazitäten in den verschiedene Regionen heran zu ziehen", so Swoboda abschließend. (Schluss) se/mm

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