Heinisch-Hosek: Frauen in der Wirtschaft fördern

Neue Homepage des SWV - www.dieunternehmerinnen.at

Wien (SK) "Ziel der sozialdemokratischen Frauenpolitik ist
immer die Verbesserung der Erwerbssituation der Frauen, egal ob es sich um unselbständig oder selbständig erwerbstätige Frauen handelt", betonte SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Christa Ornest, der Frauenvorsitzenden des sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) Wien sowie Eva Maria Artner, der stv. Vorsitzenden des Fachverbands UBIT des sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien. Heinisch-Hosek forderte bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie spezielle Gründerinnen-Förderungen. ****

"Frauen sind als entscheidungsrelevante Personen für die Wirtschaft von großer Bedeutung, sowohl auf der Seite der KonsumentInnen, als auch auf der Seite der UnternehmerInnen", betonte Heinisch-Hosek. Sie führte an, dass 83 Prozent der Konsumgüter, 94 Prozent der Möbel, 92 Prozent der Urlaube von Frauen ausgesucht würden, und selbst beim Heimwerkerbedarf sind es noch 80 Prozent, bei den Autos satte 90 Prozent. "In Österreich gibt es 112.000 Unternehmen, die von Frauen geführt werden, das ist jedes dritte Wirtschaftskammermitglied", machte Heinisch-Hosek die Größenordnung klar. Der EU-Schnitt beträgt 27 Prozent.

Ornest kritisierte, dass die Regierung bei ihrer Wirtschaftspolitik nur die Interessen der Konzerne und Großbetriebe vertritt. "Für uns ist Wirtschaftspolitik etwas anderes", sagte Ornest und betonte, dass dem SWV daran gelegen sei, die einzelnen Selbständigen zu unterstützen. Sie verwies darauf, dass beispielsweise die steuerlichen Förderungen bei der letzten Steuerreform von den KMUs aufgrund ihrer kleinbetrieblichen Struktur und ihren mangelnden Rücklangen gar nicht genutzt werden können. "Ein Kurswechesl ist nötig!", so Ornest.

Um die Situation der Frauen in der Wirtschaft zu verbessern, forderte Heinisch-Hosek den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und die flexiblere Gestaltung der Öffnungszeiten, eine Aufhebung der Zuverdienstgrenzen beim Kindergeld-Bezug, eine Anpassung des Wochengelds der Selbständigen an das Wochengeld der Unselbständigen, spezielle Förderungen und Abschreibungsmöglichkeiten vor allem zu Beginn des Unternehmens, und Coachings für Unternehmerinnen, um Insolvenzen zu vermeiden.

Homepage - "Die Unternehmerinnen - aktiv in Politik und Wirtschaft"

"Wir wenden uns an alle Unternehmerinnen in Österreich, egal ob sie in der Gründungsphase stehen oder schon ein etabliertes Unternehmen führen", definierte Artner die Zielgruppe der neuen Homepage und fügte hinzu: "Natürlich auch an Frauen, die aktiv in der Politik und Wirtschaft tätig sein wollen und die Synergieeffekte eines breiten Serviceangebotes nutzen." Auf der Plattform der Unternehmerinnen "finden Erfahrungsaustausch, neue Entwicklungen und Know-How-Transfer statt, den man woanders teuer bezahlen muss". Neben Mentoring (derzeit 15 Mentorinnen und 3 Mentoren) und Coaching sind Vernetzung (auch EU-weite Vernetzung mit ähnlichen Plattformen und Organisationen), Networking und Kooperationen die Schwerpunkte. Lang-und mittelfristige Strategien zur Unterstützung und Festigung der Position von Unternehmerinnen sollen im Herbst bei einer Zukunftskonferenz erarbeitet werden. (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0011