Stadlbauer: Frauenfeindlichkeit dieser Regierung ist eine Zumutung

Die jüngsten Elaborate der Innenministerin im Falter sind indiskutabel

Wien (SK) "Dass Innenministerin Prokop sexistische Aussagen ihres Mannes inhaltlich untermauert, ist eine Zumutung", erklärte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer in Reaktion auf ein Interview von Liese Prokop im Falter. Prokop relativiert Aussagen wie "die Männer sind zu deppert zum Vögeln", indem sie sie als "blöde Aussage" abtut, aber gleichzeitig die inhaltliche Untermauerung liefert. Laut Prokop sei es ein Problem, dass in dem Ort, in dem sie ein Haus besitzt, lange kein Kind zur Welt gekommen sei. Prokop führt die Aussage noch weiter und liefert eine frauenpolitisch höchst bedenkliche Erklärung. Prokop behauptet, dass wenn die Frauen soviel Zeit in Bildung investieren und dann erst mit 27 zum ersten Mal Mutter werden, sie dann womöglich keine Kinder mehr bekommen. "Es ist unerträglich, dass wir uns das von einer Frau in der Regierung gefallen lassen müssen", so Stadlbauer. ****

Prokop nimmt ihren Mann voll in Schutz und erklärt, dass sie ihn auch gar nicht anders haben will. "Sämtliche halbherzigen Distanzierungen sind damit ad absurdum geführt und nicht glaubwürdig. So wie Prokops Frauenpolitik und auch im übrigen die der anderen Ministerinnen dieser Regierung", so Stadlbauer.

"Der absolute Gipfel der Frauenfeindlichkeit ist Liese Prokops Aussage, dass wir den moslemischen Frauen, die sich - wie sie sagt -zu Hause schlagen lassen, beibringen, dass das bei uns anders ist. Bei solch einer ahnungslosen Überheblichkeit kann einem wirklich nur schlecht werden", so Stadlbauer abschließend. (Schluss) ps/mp

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