Salzburger Brauchtum als Mystery-Film: Drehstart für zweites "8x45"-Projekt

Wien (OTS) - Schlag auf Schlag: Heute, am Mittwoch, dem 9. März 2005, fällt im Waldviertel die letzte Filmklappe zu "Das Eis bricht", dem ersten Projekt der ORF-Mysteryreihe "8x45". Fast gleichzeitig -schon am Montag, dem 7. März - begannen in Salzburg die Dreharbeiten zum nächsten der acht 45-Minüter, die voraussichtlich im Winter 2005/06 für spannende TV-Abende mit hohem Gänsehautfaktor sorgen sollen. "Raunacht" heißt die Geschichte der Salzburgerin Daniela Ellmauer, die schon als eine der Siegerinnen des ORF-Drehbuchwettbewerbs 2000 (mit dem Projekt "Der Tunnel") auf sich aufmerksam machte. Der Südtiroler Dokumentarfilmer Stephanus Domanig ("Ballet-Special") setzt das Projekt in Szene. Der Film befasst sich mit der heute noch mancherorts gepflegten ländlichen Tradition der Raunacht, in der die Bauern einst Haus und Stall ausräucherten, um böse Geister fern zu halten bzw. diese, mit Fellen und wild aussehenden Masken verkleidet, lärmend vertrieben. Der Film "Raunacht" erzählt die mysteriösen Ereignisse einer solchen Nacht in einem Pinzgauer Bergdorf: Seit Jahren versucht der junge Arzt Martin zu vergessen, was einst in einer Raunacht geschehen ist, aber die Gespenster seiner Kindheit lassen ihn nicht los. Bei einem eher unfreiwilligen Besuch in seinem Heimatort, holen sie ihn wieder ein. Noch bis voraussichtlich 19. März stehen u. a. Rafael Schuchter ("Blatt und Blüte"), der bayerische Nachwuchsstar Brigitte Hobmeier ("Identity Kills"), Harald Windisch, Julia Gschnitzer, Hans-Michael Rehberg, Peter Mitterrutzner und die achtjährige Ronja Forcher (war zuletzt im ORF in der Neuverfilmung von "die Geierwally" zu sehen) vor der Kamera von Moritz Gieselmann (div. ORF-"Tatort"-Krimis). Gedreht wird großteils an Schauplätzen im Rauriser Tal, aber auch in Bischofshofen und Wien. "Raunacht" ist eine Produktion der Wiener Satel-Film, hergestellt mit Unterstützung des ORF und des Österreichischen Filminstituts

Mehr zum Inhalt des Films

Mit einem beunruhigenden Anruf seiner Nichte Lissi (Ronja Forcher) holt die Vergangenheit den jungen Arzt Martin (Rafael Schuchter) ein. Um Lissi besorgt, fährt er - eher widerwillig - nach langer Zeit wieder zum ersten Mal in sein Heimatdorf, ausgerechnet am Nikolaustag, dem Todestag seines Großvaters. Im Dorf herrscht Aufregung, denn die "Passen", die traditionellen Krampus-Gruppen, sind wieder unterwegs. Die Bewohner erzählen auch von der "Siebener-Pass", jener legendären Gruppe von sieben Teufeln, die nach der Überlieferung einst sehr böse Menschen waren und ewig laufen müssen, bis jemand anderer deren Plätze einnimmt. Martins ursprüngliche Vermutung, Lissi werde von ihrem Vater, seinem Bruder Thomas (Harald Windisch) misshandelt, stellt sich als falsch heraus. Stattdessen findet er heraus, dass sein wohl behütetes Geheimnis aus Kindheitstagen entdeckt wurde, was Lissis Verstörtheit erklärt. Aus Neugier hat sie die im Stall versteckte Holzschatulle mit den selbst gebastelten Teufelsfiguren geöffnet und damit die legendäre "Siebener-Pass", die sieben echten Teufel, befreit, die er als kleiner Bub gebannt hatte. Zunehmend beginnt Martin sich negativ zu verändern - mit fatalen Folgen.

Über Daniela Ellmauer und Stephanus Domanig

Die 1966 geborene Salzburgerin Daniela Ellmauer studierte am Institut für Geschichte in ihrer Heimatstadt, wo sie später noch als Lektorin arbeitete. Anschließend war sie Projektassistentin am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Linz. 1995 war Daniela Ellmauer, die das Literaturstipendium des Landes Salzburg erhielt, in der Textrecherche und Redaktion für George Tabori, zum 50. Geburtstag der Befreiung des KZ Mauthausen, tätig. 1995/96 war sie Linzer Stadtschreiberin und erhielt ein Arbeitsstipendium der Stadt und der AK Oberösterreich. Seit 1998 ist Ellmauer Projektmanagerin bei "Neue Medien Interaktiv" in Salzburg. Ihre Begeisterung für das Drehbuchschreiben wurde mehrfach belohnt. Im Jahr 2000 gewann sie den ORF-Wettbewerb "Drehbuch 2000" in der Sparte Kinofilm für ihre Projekt "Der Tunnel", zwei Jahre später folgte der Drehbuchpreis der Stadt Salzburg für "Jenseits". 2004 erhielt sie das Drehbuchstipendium der LiterarMechana.

Der 1967 geborene Südtiroler Stephanus Domanig studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien in der Regieklasse von Peter Patzak und absolvierte seine Diplomprüfung mit Auszeichnung. Für seinen Abschlussfilm "Jago" erhielt er den Kulturpreis des Landes Niederösterreich 2000. Seither setzte der Vater einer Tochter diverse Dokumentar- und Industriefilme in Szene.

Mehr Informationen zur Mysteryreihe "8x45" gibt es unter http://film.ORF.at/8x45.

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