Bollmann: Wichtige Impulse für die heimische Bahntechnologie

Ergebnisveranstaltung zu "Innovatives System Bahn" (ISB) - BSO Bollmann fordert Fortsetzung "und keine Einstellung dieser österreichischen Erfolgsgeschichte"

Wien (PWK175) - Die heutige Veranstaltung des Programms
"Innovatives System Bahn" (ISB) gibt Zeugnis für eine beachtliche österreichische Erfolgsgeschichte in Punkto Innovation und Vernetzung von Forschung und Industrie. Seit 2002 wurden in zwei Ausschreibungen insgesamt 8,4 Millionen Euro zur Förderung von F&E-Kooperationen in strategisch wichtigen Bereichen der Bahntechnologie vergeben, stellt der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, Komm.Rat Harald Bollmann, fest.

Der Erfolg lässt sich an der der hohen Zahl der Einreichungen ablesen. So haben sich bei der aktuellen Ausschreibung 168 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 57 Einreichungen beteiligt. Das eingereichte Projektvolumen betrug 26,9 Millionen Euro, wovon 13,1 Millionen als Förderungen beantragt wurden.

Die Ergebnisse, so Spartengeschäftsführer Erik Wolf, sind ein ermutigender Beweis für die österreichische Innovationskraft. Erstmals gewährt und gut angenommen wurde ein "KMU-Bonus", eine um zehn Prozent erhöhte Förderquote für KMUs. In den 25 Siegerprojekten haben sich 77 Fördernehmer zusammengeschlossen, um Projekte mit einem Volumen von 10,9 Millionen Euro zu verwirklichen.

Der Bereich bahntechnologische System- und Zulieferfirmen zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen Österreichs, betont Bollmman, denn er trägt nachhaltig zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich bei. "Der Anteil der erweiterten österreichischen Bahntechnikindustrie an der europäischen Produktionsleistung dieses Sektors beträgt etwa sieben Prozent. Im Vergleich dazu liegt Österreichs Anteil an der gesamteuropäischen Industrieproduktion bei etwa zwei Prozent. Dies verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutung. Daher würde dieser Sektor von einer Fortführung von ISB sehr profitieren", hebt Wolf hervor.

Eindeutiger Gewinner ist der Verkehrsträger Schiene. Nach Themen gegliedert, ist jeweils ein Fünftel der Projekte den Bereichen Sicherheit bzw. Interoperabilität gewidmet. Die übrigen Projekte befassen sich mit der Umwelt, vor allem mit der Lärmreduktion, weiters mit dem System Schiene, mit Fragestellungen zu Intermodalität, intelligenter Mobilität, innovativen Transportsystemen sowie mit innovativen Materialien und Produktionsmethoden.

Dieses Programm, das am 15.12.2003 vom Rat für Forschung und Technologie für 2004 empfohlen wurde, hat einen erfolgreichen Innovationsprozess ausgelöst. Umso unverständlicher sei es, so Bollmann, dass man dieses Konzept aus Geldknappheit so abrupt einstellt. "Vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher Erwägungen müsste eindeutig die Weiterführung dieser Aktion bis 2006 angestrebt werden. Bekanntlich trägt die Schiene einen unverzichtbaren Anteil an der täglichen Bewältigung der Güterströme", appelliert Bollmann mit Nachdruck an die Politik. (hp)

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