Österreich europaweit auf Platz 2 im E-Government vorgerückt

Neues Benchmarking von der EU-Kommission präsentiert

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission veröffentlichte gestern, Dienstag, das jüngste Benchmarking der Basisdienste im E-Government 2004/05. Die Studie wurde zum fünften Mal von Capgemini in 25 Mitgliedsstaaten sowie in Island, Norwegen und der Schweiz durchgeführt.

Schweden und Österreich sind die neuen Spitzenreiter in Europa (über 80 Prozent der Dienste online) gefolgt von England, Irland und Finnland. Bei den vollständig elektronisch abwickelbaren Angeboten sind Schweden und Österreich die einzigen Länder, die die 70 Prozent-Schwelle durchbrochen haben. "Österreich konnte sich damit erneut steigern. War Österreich 2002 noch auf Platz 11, sind wir jetzt unter die Top-Drei Europas vorgerückt", so Staatssekretär Franz Morak zu den Ergebnissen.

Das Benchmarking beinhaltet zum ersten Mal auch die Ergebnisse der neuen Mitgliedsstaaten der EU. Im erweiterten Europa sind 65 Prozent der öffentlichen Serviceleistungen elektronisch verfügbar und 40 Prozent vollständig elektronisch durchführbar. Im Durchschnitt sind bereits 53 Prozent der öffentlichen Serviceleistungen in den zehn neuen Mitgliedsstaaten online. Estland hat auf Anhieb den Sprung unter die Top Ten geschafft.

Die E-Government-Offensive der Bundesregierung, die Anfang 2003 von Bundeskanzler Schüssel gestartet wurde, hat in den letzten zwei Jahren fast 100 Projekte erfolgreich abgeschlossen; vom elektronischen Antrag mit Bürgerkarte und elektronischer Bezahlung über den elektronischen Akt in den Ministerien bis hin zur elektronischen Zustellung reicht inzwischen die Palette der Anwendungen.

Deutlich gestiegen ist auch die Nutzung von elektronischen Diensten der Verwaltung. Ende 2004 haben laut Fessel&GfK 51 Prozent der Internetnutzer E-Government Informationen abgerufen (43 Prozent 2004), 44 Prozent Formulare herunter geladen (31 Prozent 2004) und 32 Prozent Anträge vollständig elektronisch abgewickelt (19 Prozent 2004). "Allen Partnern und Trägern des E-Government ist für ihre Leistungen zu danken. Nicht nur die Fortschritte im internationalen Vergleich, sondern vor allem auch die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmern zeigt, dass wir mit den E-Government-Angeboten auf dem richtigen Weg sind. Das österreichische Erfolgsrezept ist die Kooperation von Bund, Ländern, Städten, Gemeinden und der Wirtschaft", so der Staatssekretär abschließend.

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