RFJ-Richter: Ja zu Kopftuchverbot, nein zu eigenem Feiertag für Muslime

"Kopftuch, Schleier oder Burka diskriminieren Frauen" - Feiertagsdiskussion führt zu Spannungen und Spaltungen

Linz (OTS) - Zustimmung zum geplanten Kopftuchverbot gibt es
seitens der geschäftsführenden Landesobfrau des Ringes Freiheitlicher Jugend Oberösterreich (RFJ), Mag. Silvia Richter. "In der muslimisch geprägten Türkei ist es in Gebäuden staatlicher Institutionen verboten, ein Kopftuch zu tragen. Betroffen sind damit unter anderem Lehrerinnen, Schülerinnen und Studentinnen. Die Türkei sieht sich als laizistischer Staat an, der keine religiösen Präferenzen hat", zitiert Richter aus Wikipedia - die freie Enzyklopädie. Klare Ablehnung kommt von der FPÖ-Jugendpolitikerin zum Vorschlag der Wiener SPÖ-Stadträtin Wehsely nach einem eigenen muslimischen Feiertag. ****

In deutschen Bundesländern wie Hessen, aber auch in Frankreich ist das Tragen von Kopftüchern bereits jetzt verboten. Richter kann sich in Österreich die Ausweitung dieses Verbotes auch auf Schülerinnen vorstellen. "Kopftuch, Schleier oder Burka diskriminieren Frauen und Mädchen. Sie schließen sie vom öffentlichen Leben aus, nötigen sie in eine Abhängigkeit ihrer männlichen Familienmitglieder und hindern sie an einer freien, selbständigen Teilhabe an der Welt", zeigte Richter auf.

Für die geschäftsführende RFJ-Landesobfrau ist der Vorschlag von SP-Stadträtin Wehsely nach einem Feiertag für Muslime "ein fragwürdiges Symbol, denn Österreich ist ein Land mit christlich-abendländischen Wurzeln. Unsere Feiertage spiegeln auch genau diese Identität wider." In keinem islamischen Land bekommen christliche Minderheiten die Chance, Ostern oder Weihnachten zu begehen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Türkei Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt als Feiertage eingeführt werden", so Richter.

Bei beiden aktuellen Themen gelte, so Richter abschließend, "dass die Muslime, die in unser Land kommen und hier leben, sich unserer Leitkultur anpassen müssen - nicht umgekehrt." Die von Wehsely begonnene Diskussion führe lediglich zu Spannungen und Spaltungen, die der von linken Ideologen hoch gepriesenen Integration kaum dienlich sei. (schluss) bt

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