Haubner: Sozialrechtliche Absicherung und "Allianz der Familie" am Frauentag im Mittelpunkt

Wien (BMSG/OTS) - Anlässlich des heutigen Internationalen Weltfrauentages betonte Sozialministerin Ursula Haubner, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die sozialrechtliche Absicherung der Frauen die Säulen der österreichischen Frauen- und Familienpolitik seien. "Speziell im Hinblick auf den heutigen Frauentag ist es mir ein großes Anliegen, deutlich zu machen, was unsere Regierung im Rahmen der politischen Möglichkeiten in diesen Bereichen umgesetzt hat. Und es geht darum, das von den Vorgängerregierungen verursachte Problem, dass Frauen, die sich um die Familienarbeit gekümmert haben, keine bzw. eine sehr geringe Pension haben, zu lösen - wie wir dies mit der Pensionsharmonisierung getan haben", so Haubner. ****

Allianz für die Familie - Vereinbarkeit Familie und Beruf

Die Investitionen dieser Bundesregierung für ein familienfreundlicheres Österreich betragen heuer rund 5,618 Milliarden Euro, das entspricht ca. 9 Prozent des Gesamtbudgets. "Wir dürfen Familien nicht ausschließlich finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um sich entwickeln zu können. Wir müssen vor allem auch die nötigen Rahmenbedingungen schaffen", so die Sozialministerin. Ziel seien allem voran neue Impulse für einen kulturellen Wandel hin zu mehr Familienfreundlichkeit in der Wirtschaft und in der Gesellschaft. Dazu müsse man verstärkt auf die Zusammenarbeit mit den Unternehmen, den Wirtschafts- und Arbeitnehmervereinigungen und den Gemeinden setzen - es gilt, eine Allianz für die Familien zu schmieden, die systematisch an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Familien in unserem Land arbeitet.

Haubner präsentierte in diesem Zusammenhang einige Initiativen im Bereich Familie und Beruf und Frauen im Beruf, die die Synergien zwischen Wirtschaft und Familie nutzen, u.a. das Audit "Familie und Beruf", die Auszeichnung "Frauen- und familienfreundlichster Betrieb" sowie das Audit "Kinder- und familienfreundlichste Gemeinde". Zum Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten bemerkte Haubner, dass für die Kinderbetreuung die Länder zuständig seien, das Sozialministerium aber auch um Lösungen im Sinne der Familien sehr bemüht sei und im Jahr 2005 besonders innovative Kinderbetreuungseinrichtungen mit 700.000 Euro fördern werde.

Sozialrechtliche Absicherung der Leistungen

Sozialrechtliche Absicherung spielt insbesondere für Frauen, die nach wie vor die Hauptleistungsträger in der Familie sind, die wichtigste Rolle. Das Problem der Vergangenheit war, dass das Pensionssystem ausschließlich erwerbsorientiert war, d.h., die Familienarbeit (insbesondere die Kinderbetreuung) nicht berücksichtigte. Speziell Frauen, die sich um die Familienarbeit gekümmert haben, würden deshalb heute keine bzw. eine sehr geringe Pension beziehen. "Im Hinblick auf den internationalen Frauentag ist es daher ein großes Anliegen, deutlich zu machen, was wir im Rahmen der Pensionsharmonisierung umgesetzt haben, um dieses von der Vorgängerregierung verursachte Problem zu lösen. Wir haben nicht abgewartet, sondern endlich Maßnahmen gesetzt und die Fehler ausgebessert, damit in Zukunft jede/r eine eigenständige Alterssicherung bekommt", bekräftigte die Sozialministerin.

Abschließend erwähnte Haubner auch die Initiativen des Sozialministeriums gegen Mobbing - durch die im Sozialressort umgesetzte "Fair-play"-Vereinbarung, die als interne Vereinbarung zwischen Dienstgeber (Ministerium) und der Personalvertretung geschlossen wurde, konnten bereits rund 30 Fälle einer guten Lösung zugeführt werden. "Damit haben wir einen guten Weg eingeschlagen, den wir im Sinne der Gerechtigkeit in Zukunft auch weitergehen werden", so Sozialministerin Haubner abschließend. (Schluss) bxf

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