Gültiger KV ist Basis und steckt klare Forderungsgrenzen ab

Stellungnahme der Austrian Airlines Group zu aktuellen Aussagen der Bordbetriebsräte: Kein Spielraum für permanente Zusatzwünsche ohne Anspruch und Grundlage

Wien (OTS) - Die Unternehmensseite hat bereits im Januar / Februar Gesprächstermine zur Abklärung letzter Detailpunkte für die operative Umsetzung des neuen Austrian / Lauda BordKVs angeboten, die von der Belegschaftsvertretung nicht wahrgenommen wurden. Die neu angebotene Terminserie wurde jetzt vom Austrian Bordbetriebsrat aufgegriffen -Gespräche finden statt, weitere werden folgen. Wie erwähnt, sind diese Details durchaus lösbar, wenn man die Rahmenbedingungen des KVs respektiert und einen gemeinsamen Lösungsweg ernstgemeint anstrebt.

Für ein gesellschaftsübergreifendes Karrieremodell war die Unternehmensseite immer gesprächsbereit, dieses muss einmal zwischen Tyrolean Betriebsrat und seiner Geschäftsleitung und danach zwischen den Belegschaftsvertretungen und mit der Konzerleitung abgestimmt werden. Auch diesbezüglich gibt es seitens der Tyrolean Geschäftsführung angebotene Gesprächtermine.

Die Unternehmensseite sieht sich aber mit neuen Forderungen und Sonderwünschen ohne jeglichen Anspruch darauf konfrontiert, die vom Betriebsrat mit der Lösung oben angesprochener Punkte junktimiert werden. Der KV ist gültig und in Kraft und ist Basis für die Produktion des Konzerns.

Angesichts der wirtschaftlichen Situation in der sich die europäische Luftfahrt befindet (massiver Preis- und Konkurrenzdruck, eklatant gestiegene Kerosinpreise, Überkapazitäten, neue kostenintensive Auflagen, wie z.B. Sicherheitsgebühr etc.) ist es unverantwortlich, das Wort Streik auch nur in den Mund zu nehmen. Für neue Begehrlichkeiten ist branchenweit und in der Austrian Airlines Group kein Spielraum vorhanden.

Wir können uns daher nicht vorstellen, dass der ÖGB über grünes Licht für einen Arbeitskampf auch nur im Entferntesten nachdenkt, zumal es keinen wie immer gearteten Anlass dazu gibt. Es entsteht der Eindruck, dass seitens des Bordbetriebsrats mutwillig Konfliktpotenzial geschaffen werden soll, um es im Nachinein als Arbeitskampf zu titulieren und Zusatzwünsche, für die weder Anspruch noch Grundlage besteht, durchzudrücken.

Für den Fall, dass es trotz des klar abgefassten und abgeschlossenen KVs Auffassungsunterschiede der Belegschaftsvertretung gibt, kann man diese selbstverständlich rechtlich klären lassen. Obgleich sich im Austrian Bordbetriebsrat bekanntermaßen juristisch ausgebildete Personen befinden, bestehen offensichtlich eigene Zweifel, dass die vertretene Ansicht einer juristischen Prüfung standhalten würde.

Es wäre begrüßenswert und verantwortungsvoll, wenn der ÖGB auf die Belegschaftsvertretung dahingehend einwirkt, sie an die Tatsache des gemeinsam abgeschlossenen KVs zu erinnern. Ein KV kann keine einseitig, beliebig erweiterbare Wunschliste sein.

Sowohl eine Gewerkschaft als auch Betriebsräte tragen in ihrer jeweiligen Rolle Verantwortung für die Geschicke von Unternehmen und deren "Gesamt"-Belegschaft. Verantwortung statt Kampfparolen ist angesagt - und zwar für die Kunden und Passagiere und die Zukunft des gesamten Austrian Konzerns und seiner MitarbeiterInnen.

Der Austrian Konzern fährt trotz eines sehr intensiven Konkurrenzumfelds eine erfolgreiche Wachstums- und Spezialisierungsstrategie. Jede mutwillige Störung des Flugbetriebs hat unweigerlich Image und Nachfrageeinbußen zur Folge. Damit stutzt man sich selbst die Flügel, mit denen man fliegt. Es besteht kein Grund, dass Gemüter in Wallung geraten, offene Gesprächsbereitschaft der Unternehmensleitung zu allfälligen Auffassungsunterschieden und zur weiteren Klärung von Detailthemen der operativen Umsetzung des neuen KVs war und ist gegeben.

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