Volksbank Investmentbank AG: Börsen profitieren von guten Unternehmensdaten

ATX markiert neuen Rekordstand

Wien (OTS) -

USD Euribor USD Libor Dt. Bund je EUR 3m 3m 10y 04.März05 1,311 2,14% 2,95% 3,76% 25.Feb 05 1,320 2,14% 2,89% 3,72% +/- 0,68% 0,00%Pkte 0,06%Pkte 0,04%Pkte US T-Bond Öl(Brent) ATX DAX DJ Ind. 10y USD/Fass 04.März05 4,38% 52,0 2725,1 4381,9 10833,0 25.Feb 05 4,28% 49,4 2646,1 4340,0 10748,8 +/- 0,10%Pkte 5,26% 2,98% 0,97% 0,78%

Auf Grund einiger guter Unternehmensdaten konnten die Aktienmärkte in der vergangenen Woche trotz des neuerlich gestiegenen Ölpreises leicht zulegen, berichten die Analysten der Volksbank Investmentbank AG in ihrem wöchentlichen Finanzmarktkommentar.
Der Dow Jones Index erreichte mit 10.869,8 Punkten zwischenzeitlich den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Auch der Wiener Aktienindex ATX markierte in der abgelaufenen Woche einen neuen Rekordstand von 2743,3 Punkten und setzte mit deutlichen Kurszuwächsen bei den Indexschwergewichten Erste Bank, BA-CA und Telekom Austria seine Aufwärtsentwicklung fort. Die VBIB-Experten erwarten weiterhin wenig bedeutende Veränderungen an den internationalen Aktienmärkten. Lediglich die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts und der Ölpreis könnten in den nächsten Tagen für die Aktienkurse Risikofaktoren darstellen.

Hauptverantwortlich für den neuerlichen Anstieg des Ölpreises war die Bekanntgabe, dass die Heizöllagerbestände in den USA gesunken sind. Mit 53 US-Dollar je Barrel hat der Preis der Nordseesorte Brent sogar die Rekordmarke vom Oktober des Vorjahres (51,9 US-Dollar) überschritten. US Light Crude erreichte mit 55,20 US-Dollar je Barrel den höchsten Stand seit vier Monaten und damit fast die Rekordmarke von 55,5 US-Dollar je Fass vom Oktober. Da laut Wettervorhersagen die kalten Temperaturen im Nordosten der USA - der Region mit dem weltweit größten Heizölverbrauch - anhalten sollen, ist in der nächsten Woche mit keiner Entspannung zu rechnen.

Auch die Anleiherenditen folgten einem weiteren Aufwärtstrend -vor allem wegen charttechnisch bedingter Verkäufe. Mit 3,791 Prozent erreichte die zehnjährige Benchmarkanleihe der Eurozone den höchsten Stand seit drei Monaten. Wie sich die Renditen weiterentwickeln, wird in den nächsten Tagen vor allem der US-Arbeitsmarktbericht für Februar vorgeben. Der Markt erwartet einen Anstieg der neu geschaffenen Stellen um 225.000 (Jänner 146.000). ie VBIB-Analysten rechnen auf Wochensicht mit einer Seitwärtsentwicklung der Anleiherenditen.

Ein wesentlicher wirtschaftlicher Indikator der vergangenen Woche war unter anderem das geringere Wachstumstempo des Verarbeitenden Sektors in den USA im Februar: Der Einkaufsmanagerindex ist auf 55,3 Punkte (Markterwartung 56,9, Jänner 56,4) zurückgegangen. Ein Wert über 50 Punkte signalisiert eine Expansion des Verarbeitenden Sektors, Werte darunter zeigen einen Rückgang an. Der Index für den US-Service Bereich (rund 80 Prozent der US-Wirtschaftsleistung entfallen darauf) ist im Februar auf 59,8 Punkte (Jänner: 59,2) gestiegen.
Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone verharrte im Februar bei 51,9 Punkten, der Index für Deutschland sank geringfügig auf 52,2 Punkte (Jänner 52,4 Punkte).
Schlechte Daten zur Auftragslage der Industrieunternehmen haben dem Schweizer Einkaufsmanagerindex mit 47,9 Punkten (Jänner 52,2) zum ersten Mal seit Juli 2003 einen Rückgang unter die Marke von 50 Punkten beschert.
Eurostat hat seine ursprüngliche Schätzung zum Wirtschaftswachstum der Eurozone im vierten Quartal 2004 von 0,2 Prozent bestätigt. Die Rate für das dritte Quartal wurde von ursprünglich 0,3 Prozent auf 0,2 Prozent nach unten revidiert.
Signifikant war auch die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland: Sie ist im Februar auf 5,216 Mio gestiegen und hat damit das Nachkriegshoch vom Jänner 5,039 Mio nochmals übertroffen.

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