Toifl zur Arbeitszeitdiskussion: Möglichkeiten auf KV-Ebene ausschöpfen

Kollektivverträge und flexible Arbeitszeiten Top-Themen bei Bundesspartenkonferenz Gewerbe und Handwerk in Innsbruck

Wien (PWK157) - Die Kollektivverträge, die jährlich im Herbst zwischen den Sozialpartnern ausverhandelt werden, sind gerade für die österreichischen Gewerbe und Handwerksbetriebe besonders wichtig. Das bedeutet für die Arbeitgeberseite akribische inhaltliche Vorbereitungen, um den Forderungen der Arbeitnehmervertretung nach besseren Konditionen mit sachlichen Argumenten entgegentreten zu können. Aber auch Verhandlungstaktik ist gefragt.

Das alles und noch viel mehr steht heute für die Bundesspartenkonferenz Gewerbe und Handwerk, welche heute im Lehrbauhof in Innsbruck tagt, auf dem ambitionierten Programm. Die Bundesinnungsmeister sowie Landesspartenobmänner haben sich für die Konferenz, die unter der Leitung von Georg Toifl, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, zweimal jährlich stattfindet, viel vorgenommen.

Unter anderem wird die Bedeutung des brandaktuellen Themas "Flexible Arbeitszeiten" fürs Gewerbe und Handwerk diskutiert. "Uns geht es in erster Linie um das Verhältnis zwischen Konsument und dem Unternehmer als Partner", so Toifl, heute Freitag. "Wenn eine Dachlawine für Passanten gefährlich wird, muss dieser Zustand aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen von der Hausverwaltung beseitigt werden. Dazu brache ich meine Mitarbeiter, deren tägliche Höchstarbeitszeit dann hoffentlich noch nicht überschritten ist", meint der Obmann plakativ.

Das österreichische Gewerbe und Handwerk verlangt weder Lohnkürzungen noch wird Lohnraub betrieben. Es geht lediglich darum, dass Arbeitskraft zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird. "Das heißt für uns, dass die Jahresarbeitszeit sowie die wöchentliche Höchstarbeitszeit auf eine flexiblere gesetzliche Basis gestellt werden und es zu einer vollen Ausschöpfung der Möglichkeiten auf kollektivvertraglicher sowie Einzelvertragsbasis kommt", führt Toifl aus.

Die Starrheit des Korsetts soll aufgehoben werden, damit Auftragsspitzen gerade in den Klein- und Mittelbetrieben effizient abgedeckt werden können. (us)

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