Wahlen in Moldau am 6. März: Hilfswerk hofft auf weitere Öffnung

Moldaus zu Europa

Wien (OTS) - In der Republik Moldau werden am Sonntag Parlamentswahlen abgehalten. Moldau liegt näher an Wien als Paris, dennoch ist es das ärmste Land Europas. Zudem ist der Konflikt um des separatistische, mehrheitlich von russischsprachiger Bevölkerung bewohnte Transnistrien nach wie vor ungelöst und lähmt die wirtschaftliche und politische Entwicklung des Landes.

Seit 4 Jahren betreut das Hilfswerk in Moldau und Transnistrien behinderte Kinder und Waisenkinder. In dieser Zeit gab es in Moldau keinen nennenswerten wirtschaftlichen Aufschwung: Der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters beträgt 30 EUR, die Arbeitslosigkeit liegt weit über 50%. Jährlich landen Tausende moldawische Kinder in Heimen oder auf der Straße, weil ihre Eltern finanziell außerstande sind, ihre Kinder durchzubringen.

Dr. Burkhart vom Hilfswerk Austria: "Wir hoffen, dass die Republik Moldau auch nach der Wahl ihre Annäherungspolitik an Europa fortsetzt. Das würde auch die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit Moldaus mit internationalen Hilfsorganisationen bedeuten - und das ist für die Ärmsten der Armen, die an die 50.000 Sozialwaisen Moldaus, der einzige Hoffnungsschimmer."

Ein groß angelegtes Kinderschutzprogramm des Hilfswerks bekämpft in der Republik Moldau und in Transnistrien die Institutionalisierung in Heimen, die Vernachlässigung und den Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen sowie die mangelnde Ausbildung.

Das Hilfswerk unterstützt Waisen- und Behindertenheime mit baulichen Maßnahmen, mit Therapiemöglichkeiten, mit Aus- und Weiterbildung für die BetreuerInnen, setzt sich für die Rückführung der geschätzten 50.000 Sozialwaisen in Familien ein und bekämpft Landflucht und Menschenhandel.

Das Programm besteht aus sieben Teilprojekten:

1) Bau eines Tageszentrums und einer Mittelschule mit Lehrausbildungen für Jugendliche in Grigorauca. 2) Ausbau zweier Kinderheime und Schule mit Lehrausbildung in Straseni. 3) Erweiterung des Small Groups Home in Chisinau. 4) Unterstützung und Ausbau eines Kindertageszentrums im Rayon Dubasari. 5) Renovierung eines Behinderten- und Waisenhauses für Mädchen in Bender (Transnistrien) und Renovierung eines Behinderten- und Waisenhauses für Buben in Tiraspol (Transnistrien). 6) Reintegration von Heimkindern in die Gesellschaft: Schulungen und Entwicklung von Rahmenbedingungen (Tageszentren, organisatorische Unterstützung, Supervision, Standards...) für Familien, die Kinder (wieder) aufnehmen wollen. 7) Aufklärungskampagnen und Unterricht über Menschenhandel und soziale Probleme.

Das Kinderschutzprogramm des Hilfswerks wird von der Österreichischen Ostzusammenarbeit, von der EU (TACIS) und aus Spendengeldern finanziert.

Heidi Burkhart vom Hilfswerk Austria erzählt: "Die Lage in den moldawischen Waisenheimen ist katastrophal: Sie sind überbelegt und äußerst baufällig, es gibt zu wenig Medikamente, und die Betreuer sind völlig überfordert. Behinderte Kinder liegen sich in ihren Betten wund, weil sie tagelang einfach liegen gelassen werden. Unser Ziel ist daher kurzfristig die bauliche Renovierung - das mittelfristige Ziel muß es aber sein, diese Kinder wieder in die Geborgenheit einer Familie zurückzuführen."

Spendenkonto PSK 90.001.002, Kennwort "Moldau" Fotos zu dieser Meldung liegen im Pressebereich von www.hilfswerk-austria.at zum kostenlosen Download bereit.

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