AK: Bundesregierung ist Rekordarbeitslosigkeit offenbar egal, nun soll sogar Petrus schuld sein

Linz (OTS) - "Es wäre besser, die Volkspartei würde sich auf ihre christlich-sozialen Wurzeln besinnen, statt die Schuld für die hohe Arbeitslosigkeit auf das Wetter zu schieben", kommentiert AK-Präsident Kalliauer die jüngsten Aussagen Wirtschaftministers Bartenstein zur Jobmisere. Dieser wolle nur von eigenen Fehler ablenken.

Bei der Präsentation der Arbeitsmarktdaten hatte Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein gemeint, die hohe Arbeitslosigkeit sei auf den durch die schlechte Witterung verzögerten Start der Bausaison zurückzuführen. "Das ist typisch für diese Regierung. Statt zu überlegen, wie man den Betroffenen helfen kann, werden Ausflüchte gesucht", sagt Oberösterreichs AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Nur ein kleiner Teil der Arbeitslosen sei auf die witterungsbedingten Probleme im Bausektor zurückzuführen.

Die aktuellen Daten würden auch beweisen, dass Oberösterreich bei der Arbeitslosigkeit keine Insel der Seligen mehr sei. "Der Anstieg um 8,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres muss die verantwortlichen Landespolitiker aufrütteln", fordert Kalliauer. "Die andauernden Verweise, wo anders sei es noch schlimmer, nutzen niemandem - am wenigsten jenen Menschen, die ohne Arbeit dastehen."

Der AK-Präsident fordert die Bundesregierung auf, statt vollmundiger Versprechen endlich konkrete Taten zu setzen. Dazu zählt für Kalliauer auch, dass das AMS mehr Geld und Personal erhält, um seine Aufgaben noch besser zu erfüllen. "Im AMS heißt es, man habe genug Mittel, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Kein Wunder, denn die Ziele werden nämlich nach Maßgabe der von der Bundesregierung bereitgestellten Mittel festgelegt. Um die Arbeitslosigkeit zu verringern, müssen die Ziele höher gesteckt werden."

Neben der Aufstockung der personellen und finanziellen Ressourcen des AMS fordert Kalliauer auch die Ankurbelung der Massenkaufkraft um die Inlandsnachfrage zu steigern. "Beinahe täglich melden österreichische Unternehmen Erfolgsbilanzen, Gewinne und Exporte steigen. Die Arbeitnehmer haben aber nur wenig davon, der Staat könnte hier mit einer wirklichen Steuerentlastung eingreifen."

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