Bier erst ab 18? - angedacht, aber sicher nicht zu Ende gedacht

Wien (OTS) - Die österreichische Brauwirtschaft bekennt sich ausnahmslos zum verantwortungsbewussten Umgang mit dem alkoholhältigen Genussmittel Bier und wendet sich ausnahmslos gegen Alkoholmissbrauch jeglicher Art.

Ebenso ausnahmslos tritt sie aber auch gegen sinnlose Alkoholpolitik auf.

"Wir unterstützen selbstverständlich alle sinnvollen und zielführenden Initiativen gegen Alkoholmissbrauch, insbesondere auch durch Jugendliche. Der jüngste Ansatz von EU-Kommissar Markos Kyprianou, zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz, Alkohol generell EU-weit nur über 18-jährigen zugänglich zu machen, ist allerdings zwar gut gemeint, aber nicht gut durchdacht.", so KR Johann Sulzberger, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs.

Derzeit sind die Jugendschutzbestimmungen in den EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich geregelt; massive Probleme mit Alkoholmissbrauch durch Jugendliche gibt es allerdings vorwiegend in Ländern mit dem "legal age" von 18 Jahren, wie etwa Schweden und Irland.

Auch die ebenfalls von der Europäischen Kommission angedachte kontrollierte Alkoholabgabe durch ein staatliches Alkoholmonopol hat in Schweden zu keinem positiven Ergebnis geführt: Junge Männer unter 18 trinken dort 50% mehr Alkohol (pro Kopf) als der durchschnittliche männliche Konsument.

Die derzeitigen gesetzlichen Regelungen in Österreich sind völlig ausreichend, und werden von der österreichischen Brauwirtschaft voll mitgetragen.

Mindestens ebenso wichtig wie die Kontrolle der Einhaltung der bestehenden Vorschriften ist aber, so Sulzberger, eine zielgruppenorientierte Informations- und Aufklärungsarbeit.

Dies bestätigt auch eine sozialpsychologische Grundlagenstudie, veröffentlicht in Köln im Jahr 2000, welche die Thematik des Alkoholkonsums Jugendlicher umfangreich evaluiert, und zu dem Schluss kommt, dass neben der Kontrolle bestehender Gesetze vor allem auch "offensive Prävention", "qualitative gesundheitliche Aufklärung", "leistungsorientierte Freizeitaktivitäten zur Selbstkontrolle", aber auch "aktive Genussorientierung" und das "Bewusstmachen von Risikofaktoren abseits des genussvollen Konsums" eine wichtige Rolle bei der Missbrauchsvermeidung bei Jugendlichen spielen.

Daher hat der Verband der Brauereien bereits in der Vergangenheit immer wieder Schwerpunktprojekte initiiert und unterstützt, die einen verantwortungsvollen und vor allem gesetzeskonformen Umgang von Jugendlichen mit Alkohol zum Ziel hatten. So wurden bereits gemeinsam mit dem ÖAMTC Projekte zum Thema Missbrauch von Alkohol beim Autofahren umgesetzt sowie in anderen Projekten Jugendtrainer geschult, um Jugendlichen, die selbst Probleme mit Alkoholmissbrauch haben oder aus Problemfamilien kommen, helfen zu können.

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