Gubitzer: "Frauenanliegen haben nicht nur am Muttertag Saison"

Wien (OTS) - "Der 8. März hat das Schicksal des Muttertages" äußert sich aufmüpfig die FCG Bundesfrauenvorsitzende und Frauenchefin der GÖD. " Rund um das Datum des 8. März häufen sich Aktivitäten, die die missliche Lage oder die besonderen Fähigkeiten der Frauen herausstreichen. Eine Woche später gerät vieles wieder in Vergessenheit um im nächsten Jahr wieder aufgewärmt zu werden."

Gubitzer wünscht sich bei den Frauen Mut zur Aufmüpfigkeit. Mit Angepasstheit werden die gewünschten Veränderungen weiter nur zäh voran kommen.

Die ÖGB Kampagne gegen die unverändert hohe Differenz zwischen den Löhnen der Frauen und der Männer ist wichtig. Sie bringt erneut das Thema auf den Tisch und lässt an Eindringlichkeit nicht missen. Aber Probleme aufzeigen bringt keine Lösungen von diesen.
Die FCG Frauen verlangen daher rasch einen "Einkommensgipfel der Sozialpartnerinnen und Sozialpartner". Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften, der Wirtschaft und der Politik sollen Lösungen erarbeitet werden.

Gubitzer: "Das Problem ist vielschichtig und bedarf unterschiedlicher Lösungsansätze. Wenn man ein Problem aber wirklich lösen will, dann muss man in Lösungen denken und nicht immer nur das Problem diskutieren. Schuldzuweisungen sind aber sicher keine Lösungsansätze. Statt Hick Hack der Parteien bedarf es konstruktiver Ideen, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden können. Wenn es ums Lösungsdenken geht wird sich zeigen, wer ehrlich eine Veränderung will, das trennt dann die Sonntagsredner(innen) von den Problembewußten."

Für Gubitzer ist besonders das überprüfen des Bundesbudget auf seine Wirkung auf die Gleichbehandlung (Genderbudgeting) ein wichtiger Ansatz, um Zahlen und Fakten als Basis für Lösungen zu haben. Allerdings ist das nicht nur Aufgabe der öffentlichen Hand, des Bundes, der Länder und Gemeinden. Auch die Wirtschaft muss hier mitziehen. Ausgezeichnete "Frauenfreundliche Betriebe" müssten auch einem "Gender Budgeting" zustimmen. Denn es kommt nicht nur darauf an, ob ein Betrieb viele Frauen geschult hat, sondern auch ob diese Schulungen den aufstieg der Frauen im Betrieb fördern. Wenn die "Frauenschulung" für 20 Personen gleich viel kostet wie die "Männerschulung" für 5 Personen, liegt wohl etwas im Argen.

Gubitzer: "Frauenanliegen haben nicht nur am 8. März Saison, ihre Probleme müssen endlich in die Lösungsphase kommen!"

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