• 03.03.2005, 15:40:43
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Lobauautobahn - Schwerer Schaden für die Wiener Wirtschaft

Maresch: "Wien ist umgefallen!"

Wien (OTS) - Wie bereits angekündigt, ist die Stadt Wien in der
Frage der Trassenvariante der geplanten Lobauautobahn umgefallen.
"Natürlich lehnen wir jegliche Variante der Lobauautobahn ab, aber
die nun fixierte Außenvariante ist sogar noch schlechter für Wien",
kommentiert Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen, das
Ergebnis des heutigen Gipfels mit Bürgermeister Häupl und
Verkehrsminister Gorbach zur Lobauautobahn.

Die "Speckgürtelvariante" schadet der Wiener Wirtschaft massiv, das
war ein wichtiges Ergebnis der im Auftrag der Stadt Wien erstellten
SUPer-NOW-Studie. Darin heißt es u.a., "dass isolierte Einkaufs- und
Gewerbestandorte auf der "grünen Wiese" die Folge wären, welche die
Geschäfte im Bezirksinneren schwächen würden." Und abschließend:
"Eine Nordostumfahrung Wiens entlang der Stadtgrenze würde den Zielen
einer kompakten Stadt klar widersprechen und demgegenüber die weitere
Zersiedelung fördern."

Selbst der ehemalige Chef der Wiener Wirtschaftskammer, Walter
Nettig, warnte in einem Standard-Artikel aus dem Oktober 2003 vor der
Gefahr weiterer Shoppingcenter rund um Wien: "Die Entwicklung wäre
ähnlich wie in Vösendorf: Die Standortgemeinde profitiert von
Kommunal-, Lohn-, Einkommens- und Grundsteuer. Die "Krot" müssen die
Umlandgemeinden schlucken: Kaufkraftabfluss und Verkehr." "Diese
Überlegungen gelten natürlich in hohem Maße für die "Speckgürtel-
variante" der Lobauautobahn. Sollte diese Trassenvariante realisiert
werden, hätte Bürgermeister Häupl den schweren Schaden für die Wiener
Wirtschaft zu verantworten", resumiert Maresch.

OTS0251    2005-03-03/15:40

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