Fachverband der Pensionskassen: Vorwürfe nicht gerechtfertigt

Stellungnahme zu den Aussagen des "Schutzverbandes der Pensionskassenberechtigten" vom 3. März 2005

Wien (OTS) - Der Fachverband der Pensionskassen weist die heute gegen ihn und die Pensionskassen in einer Pressekonferenz des neu gegründeten "Schutzverband der Pensionskassenberechtigten" vorgebrachten Angriffe als sachlich nicht gerechtfertigt zurück.

Jahresergebnis 2004

Dr. Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes, zum Vorwurf der "unglaublichen Schönfärberei" in der Pressekonferenz des Fachverbandes vom 3. Februar: "Unser Ergebnis 2004 ist sehr erfreulich und ebenso trifft es zu, dass die überwiegende Anzahl der Arbeitnehmer mit Anspruch auf eine Betriebspension für 2005 mit einem Plus auf ihrem Pensionskonto rechnen kann."

Die heimischen Pensionskassen erwirtschafteten im abgelaufenen Jahr ein Anlageergebnis von durchschnittlich plus 7,3 Prozent. Sie liegen damit über ihrem langjährigen Durchschnitt. Die Steigerungen bei den Pensionen betragen bis zu zwei Prozent.

Das gute Ergebnis eines Jahres ist aber nur eine Momentaufnahme. Für eine Beurteilung der Betriebspensionen ist die langfristige Entwicklung von Bedeutung. Mit dem langjährigen Durchschnitt von rund sieben Prozent liegen die Pensionskassen im Spitzenfeld der Anbieter von Altersvorsorge.

Rechnungszins

Bei Schaffung des österreichischen Pensionskassenmodells vor mehr als zehn Jahren wurden auch Verträge mit sehr hohem Rechnungszins abgeschlossen, der in schlechten Veranlagungsjahren auf den Kapitalmärkten nicht zu erwirtschaften war. Der Fachverband der Pensionskassen hat insbesondere nach den schwierigen Veranlagungsjahren 20002002 erwirkt, dass neue Verträge für Betriebspensionen nur mehr mit einem Rechnungszins von maximal 3,5 Prozent vereinbart werden und konnte damit dieses Problem für die Zukunft lösen. Nach dem Jahresergebnis 2004 kam es nur mehr in Einzelfällen zu Kürzungen in Höhe von ein bis zwei Prozent aufgrund des zu hohen Rechnungszinses.

In den letzten beiden Jahren wurden zu diesem Thema umfassende Maßnahmen gesetzt, um Kunden und Berechtigte, ebenso wie Arbeitnehmervertreter und Medien über diese mathematisch komplexe Problematik im Detail zu informieren.

Mindestertrag / Änderungen im Pensionskassengesetz

Die Novelle des Pensionskassengesetzes bringt eine Verbesserung beim "Mindestertrag". Bisher waren die Kunden der Pensionskassen dazu verpflichtet, diese Leistung in Anspruch zu nehmen. Dazu Dr. Fritz Janda: "Viele Kunden empfanden das als Bevormundung. Nach Beschwerden von Unternehmen und Betriebsräten hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass dieser Kundenwunsch auf freiwilliger Basis umgesetzt werden kann."

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Anlageertrag der österreichischen Pensionskassen JPG, 300 dpi:
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Foto Dr. Fritz Janda
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Bildtext: Dr. Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen
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