Naturfreunde Österreich empört: Aufweichung des UVP-Gesetzes ist unakzeptabel

Gf. Vorsitzender Frais: "So wird aus einem EU-Vorbildland ein europäischer Umwelt-Nachzügler"

Wien (SK) "Die Naturfreunde Österreich sind überzeugt, dass die Bundesregierung den falschen Weg einschlägt, wenn sie aufgrund eines allgemein sinkenden Umweltbewusstseins das Umweltverträglichkeitsprüfungs(UVP)-Gesetz in seiner Anwendbarkeit massiv beschneidet und auf diesem Weg auch die Anrainerrechte stark einschränkt", sagte Mittwoch der geschäftsführende Vorsitzende der Naturfreunde Österreich Karl Frais. "Das UVP-Gesetz hat einen wertvollen Beitrag für Gesundheit, Menschen und Umwelt gebracht", ist Frais überzeugt. Das beweise auch die Vergangenheit, in der sich das österreichische UVP-Gesetz in seiner derzeitigen Form bei zahlreichen sensiblen Großprojekten bewährt hat. ****

Die Naturfreunde Österreich sprechen sich gegen den Wertewandel am Umweltsektor aus, der sich nun durch das Vorgehen der Bundesregierung auch in Gesetzen niederschlagen würde. "Diese Schmälerung der Rechte von Menschen und Natur kann nicht akzeptiert werden", betonte Frais. Die Naturfreunde fordern daher, dass es zu keiner Aufweichung der bestehenden UVP-Gesetzeslage kommt. Gerade bei der Errichtung sensibler Freizeiteinrichtungen wie Schipisten, Liftanlagen oder künstliche Freizeitparks besteht die Gefahr, dass Natur und Umwelt schwere Schäden erleiden sowie Bürgerrechte enorm beschnitten werden.

"In Zeiten von neoliberaler Wirtschaftspolitik vertreten die Naturfreunde die klare Position, dass Werte wie Natur, Umwelt und Lebensqualität nicht verloren gehen dürfen und über Bürgerinteressen nicht drübergefahren werden darf", so Frais abschließend. (Schluss) ns/mp

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